APA - Austria Presse Agentur

Südtirol beginnt mit Corona-Massentests

20. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

An 184 Standorten in Südtirol werden von Freitag bis Sonntag Corona-Massentests durchgeführt. So viele Menschen wie möglich sollen getestet werden.

Mit den Corona-Massentests will man in Südtirol die Infektionsketten brechen und monatelange Einschränkungen vermeiden, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP). Ziel sei es, rund 70 Prozent der Bevölkerung zu testen. Die Teilnahme an den Tests ist freiwillig und kostenlos.

Aufgefordert werden all jene Menschen über fünf Jahre, die keine Krankheitssymptome aufweisen und bisher nicht an Covid-19 erkrankt waren. Wer positiv getestet wird, muss sich in häusliche Quarantäne begeben. Die Isolation endet automatisch nach zehn Tagen, sollten keine Krankheitssymptome auftreten. Rund 1.500 Personen sollen für die Abwicklung der Massentests pro Tag im Einsatz sein.

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Nicht ganz freiwillig

Der Test ist zwar freiwillig, allerdings schreibt die Landesregierung vor, dass Mitarbeiter von Betrieben für eine bestimmte Zeit suspendiert werden müssen, wenn sie sich nicht testen lassen. Dies hat in weiten Teilen der Bevölkerung für Kritik gesorgt, da es als Erpressung gewertet wurde.

Die geplanten Massentests sind die ersten dieser Art in Italien. Mehrere Ausnahmeregelungen sollen eine rasche und möglichst einfache Abwicklung garantieren. So wird beispielsweise bei einem positiven Antigentest der Betroffene zwar in häusliche Isolation geschickt, es folgt aber kein aufwendiger PCR-Test. Eine automatische Krankschreibung sei aber dennoch möglich. Wenn der Betroffene keine Symptome zeigt, kann er nach zehn Tagen ohne erneuten Test die häusliche Isolation wieder verlassen.

In Österreich sind ebenfalls Massentests auf freiwilliger Basis geplant. Die Regierung will neue Details dazu heute präsenteiren. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / spe