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Vermisste Steirerin tot: Leiche im Wald vergraben

14. Jan. 2026 · Lesedauer 4 min

Die in der Steiermark vermisste 34-Jährige ist tot. Ihre Leiche wurde in einem Waldstück vergraben nahe dem Wohnort des Beschuldigen gefunden.

Das gab die Polizei bei einer Pressekonferenz am Mittwoch mit weiteren Details bekannt. "Es ist nun traurige Gewissheit", sagte der steirische Landespolizeidirektor Gerald Ortner. 

Handy des Opfers aus dem Auto geworfen

Der Beschuldigte soll den Beamten zuvor mitgeteilt haben, wo der Ablageort der 34-Jährigen ist. Er soll bei der Einvernahme auch gestanden haben, das Handy der Frau aus dem Fenster seines Autos geworfen zu haben. Nach dem Handy wird immer noch gesucht.

Bestätigt wurde auch, dass es sich bei dem Beschuldigten um einen Beamten handelt: 2016 soll er der Polizei beigetreten sein, seit 2021 ist er beim Einsatzkommando Cobra tätig. Der 30-Jährige wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert - U-Haft wurde beantragt.

Unterdessen wurde die Gerichtsmedizin mit der Obduktion der Leiche des Opfers veranlasst. Diese soll weitere Erkenntnisse bringen sowie über die Todesursache aufklären. Beim Todeszeitpunkt geht die Polizei derzeit von Freitag zwischen 19 Uhr und Mitternacht aus. Auch zum Tatort wird noch weiter ermittelt. 

Keine Hinweise auf Mittäter 

Der verdächtige Polizeibeamte, der im Bezirk Südoststeiermark in seinem Elternhaus lebt, soll "an dem Vorfall beteiligt gewesen sein, an dem sie zu Tode gekommen ist", sagte Rene Kornberger vom Landeskriminalamt Steiermark. Im Anschluss habe der Verdächtige die Frau vergraben.

Das Mobiltelefon des Opfers war zuletzt am Freitag im Bereich Kirchberg ins Netz eingeloggt. Hinweise auf Mittäter gibt es bisher keine. Spuren im Schnee am Fundort der Leiche würden ebenfalls nicht darauf hindeuten, dass ihm jemand beim Vergraben geholfen habe.

Als fix gilt, dass der 30-Jährige mit der Frau am 9. Jänner in ihrer Wohnung war. Wo die Frau zu Tode gekommen ist - in der Wohnung, in einem Auto oder im Bereich von Leibnitz - und unter welchen Umständen, sei unklar.

Auf den 30-Jährigen war man durch eine Freundin des Opfers gekommen. Sie hatte Nachrichten der 34-Jährigen am Mobiltelefon, die nahe legten, dass sie Freitagnachmittag mit dem Verdächtigen unterwegs war. Zunächst hatte der Polizist noch behauptet, dass er mit dem Opfer zuletzt im Dezember Kontakt hatte, dann gab er zu, mit der Frau am 9. Jänner - am Tag ihres Verschwindens - zusammen gewesen zu sein.

Video: Vermisste Steirerin tot: Polizist gesteht

Gestohlene Waffen entdeckt

Details wurden auch zu den gefundenen Waffen im Haus des Verdächtigen genannt: Neben jenen, die er legal besessen habe, wurden auch eine Dienstwaffe der Marke Glock gefunden, die 2019 bei der Polizeiinspektion Halbenrain in der Südsteiermark als gestohlen gemeldet wurde. Entdeckt wurde auch eine Trainingspistole, die in Wiener Neustadt gestohlen wurde.

Prüfung von internen Abläufen bei Cobra Außenstelle Süd

Auch dienstrechtlich gibt es offene Fragen: Wie das Innenministerium am Mittwoch mitteilte, wurde der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit beauftragt, zu prüfen, wie der Verdächtige in den Besitz einer fremden Dienstwaffe - zusätzlich zu seinen privaten, legal besessenen Faustfeuerwaffen - gelangt ist.

Auch, wie er zu der Übungspistole - einem einer Glock-Dienstpistole ähnlich sehenden blauen Gegenstand, der nicht abgefeuert werden kann und daher auch nicht im waffenrechtlichen Sinn als Waffe gilt - kam, soll überprüft werden, erläuterte ein Sprecher des Innenministeriums. Darüber hinaus geht es um die Frage, wie der Cobra-Beamte an die größere Menge Munition gelangt ist, die bei ihm gefunden wurde.

"Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit wurde beauftragt, die internen Abläufe beim Einsatzkommando Cobra - Außenstelle Süd zu prüfen", hieß es wörtlich. Die interne Prüfung solle die Direktion für Spezialeinheiten, zu der das Eko Cobra gehört, "unter Einbindung von Fachkräften und Experten des Innenministeriums" durchführen.

alert Hilfe bei häuslicher Gewalt

Sind Sie Opfer von Gewalt oder kennen jemand, der es ist? Hier finden Sie Hilfe:

Frauen-Helpline: 0800/222 555
Gewaltschutzzentrum: 0800/700 217
24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien: 01/71719
Frauenhaus-Notruf: 05 77 22
Männerberatung Wien: 01/603 28 28
Rat auf Draht - Hilfe für Kinder & Jugendliche: 147
Im Fall von akuter Gewalt: Polizei-Notruf 133

contact Hilfe bei sexueller Gewalt

Sind Sie Opfer von sexueller Gewalt oder kennen Sie jemanden, der es ist? Hier gibt es Hilfe:

  • Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555
  • Notrufnummer für Gehörlose und Hörbehinderte: 0800 133 133
  • Rat auf Draht - Beratung für Kinder und Jugendliche: 147 sowie Online-Beratung
  • Kindernotruf: 0800 567 567
  • Online-Beratungsstelle für Frauen und Mädchen bei sexueller und anderer Gewalt: HelpCh@t 
  • Frauen- und Mädchen-Beratungsstellen in den Bundesländern: Beratung und Unterstützung bei sexualisierter Gewalt
  • Kinder und Jugendanwaltschaften in Österreich: www.kija.at
Zusammenfassung
  • Die in der Steiermark vermisste 34-Jährige ist tot.
  • Ihre Leiche wurde in einem Waldstück vergraben nahe dem Wohnort des Beschuldigten gefunden.
  • Der Beschuldigte soll bei der Einvernahme auch gestanden haben, das Handy der Frau aus dem Fenster seines Autos geschmissen zu haben.
  • Bestätigt wurde auch, dass es sich bei dem Beschuldigten um einen Beamten handelt.