APA - Austria Presse Agentur

Suchaktion nach Sechsjährigem in der Salzach

27. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

In Bruck an der Großglocknerstraße (Pinzgau) ist seit Samstagnachmittag in der Salzach eine groß angelegte Suchaktion nach einem Sechsjährigen im Laufen.

Wasserrettung, Feuerwehr, Polizei und Rotes Kreuz sind im Großeinsatz. Der Bub hielt sich gemeinsam mit einem zweiten Kind am Abfluss des Zeller Sees auf. Er fiel ins Wasser, wurde von der Strömung mitgerissen und in die Salzach geschwemmt. Das zweite Kind wurde laut Wasserrettung von Passanten aus dem Wasser gerettet.

Die beiden Kinder hielten sich zum Baden im Bereich des Zeller Ausflusses in die Salzach auf. Eines fiel in das Wasser, das zweite wollte es retten, doch beide wurden von der Strömung mitgerissen und in die Salzach geschwemmt. Passanten bemerkten den Unfall und konnten ein Kind retten. Es wurde von der Rettung ins Krankenhaus nach Schwarzach gebracht.

Vermisster Bub ging unter

Der vermisste sechsjährige Bub ist dagegen in der Salzach untergegangen. Um 15.30 Uhr ging bei den Einsatzkräften der Alarm ein. Es wurde eine große Suchaktion mit 151 Einsatzkräften von allen Blaulichtorganisationen gestartet. Das Team vom Polizeihubschrauber Libelle sowie die Flugrettung des Roten Kreuzes unterstützen die Einsatzkräfte bis es finster geworden war bei der Suche aus der Luft.

Nachdem die ganze Nacht mit zwei Booten mit Sonargeräten in der Salzach bei Bruck die Suchaktion fortgeführt wurde, begann am Sonntag um 7.00 Uhr erneut mit einem Großaufgebot der Wasserrettung Pinzgau und Pongau sowie der örtlichen Feuerwehr der Sucheinsatz. Über 70 Einsatzkräfte suchten die Salzach mit Booten, Fließ- und Wildwasserrettern sowie Tauchern zwischen der Unfallstelle in Bruck und dem rund drei Kilometer flussabwärts liegenden Kraftwerk Gries ab.

Erschwerend komme bei der Suchaktion laut Markus Gewolf von der Wasserrettung in Salzburg hinzu, dass die Salzach nach einem Unwetter in der Nacht auf Sonntag sehr trüb sei: "Von den Zuflüssen in die Salzach kommt extrem schmutziges Wasser. Die Taucher sehen nichts und müssen sich mit Tasten voranarbeiten - das ist schwierig und dauert seine Zeit."

Quelle: Agenturen