Polizei forschte Erfinder und Verbreiter von Corona-Lügen aus

06. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Ein 53-Jähriger hatte Sprachnachrichten über erfundene Impfschäden in Umlauf gebracht - der von den Lügen betroffene Arzt im Interview.

Die steirische Polizei hat einen 53-jährigen Mann ausgeforscht, der Sprachnachrichten über Impfschäden nach der Corona-Impfung frei erfunden und über Soziale Netzwerke in Umlauf gebracht hat. Wie die Polizei in einer Aussendung mitteilte, hatte der Mann den Tod eines Polizisten mit der Impfung in Zusammenhang gebracht, als auch Todesfälle und schwere gesundheitliche Schäden nach Impfungen bei einem steirischen Arzt behauptet. Der 53-Jährige wird angezeigt.

Sprachnachrichten

In den vergangenen Tagen hatte eine Sprachnachricht im Internet die Runde gemacht, in der behauptet wurde, dass ein steirischer Polizist (46) nach der dritten Corona-Impfung gestorben sei - tatsächlich hatte er diese aber gar nicht erhalten. Auch eine zweite frei erfundene Meldung war im Umlauf. Darin gab ein Mann an, dass sein "Hausarzt und privater Freund" insgesamt 146 Corona-Impfungen verabreicht hätte. Dabei seien 16 Impfschäden aufgetreten: Acht Personen seien gestorben, zwei weitere hätten ein Spenderherz benötigt. Einige Frauen hätten ihre Kinder verloren, beziehungsweise seien zur Welt gekommene Kinder schwer behindert gewesen. Der Arzt hätte daraufhin seine Praxis geschlossen.

Nachdem sich der betroffene Arzt (siehe auch Interview im Video) aus dem Murtal gegen die Falschbehauptungen wehrte, nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Den Beamten gelang es rasch, einen 53-jährigen Murtaler auszuforschen. Der Frühpensionist gab zu, die beiden Sprachnachrichten in Umlauf gebracht zu haben. "Er sei sich der Tragweite seiner Nachrichten jedoch nicht bewusst gewesen und habe lediglich auf Internetplattformen geäußerte Nebenwirkungen der Corona-Impfung mit seiner persönlichen Einstellung untermauert", hieß es dazu von der Polizei. Der 53-Jährige wird der Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt, diese prüft, welchen rechtlichen Tatbestand der Mann verletzt haben könnte.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe