Spitalsarzt gegen Lockerungen, weil viele "selbst das Tragen der Maske nicht akzeptieren"

28. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Tilman Königswieser, ärztlicher Leiter im Salzkammergut-Klinikum, sagt im PULS 24 Interview, dass in der Omikron-Welle vor allem Ungeimpfte schwere Verläufe hätten. Er ist gegen Lockerungen, weil die Maßnahmen ohnehin viel zu schleißig gehandhabt werden.

"Würden wir alle die FFP-Masken korrekt und ständig tragen, dann hätte das Virus keine Chance", meint Tilman Königswieser, ärztlicher Leiter des Salzkammergut-Klinikums in Oberösterreich. Doch es sei zu beobachten, dass viele Menschen "selbst das Tragen der Maske nicht wirklich akzeptieren", sagt er im PULS 24 Interview. Deshalb sei er aktuell entschieden gegen weitere Lockerungen.

Ohne Maßnahmen würde es wahrscheinlich sofort zu einem weiteren starken Ansteigen der Infektionen kommen und damit letztendlich auch bald wieder zu einer starken Belastung der Spitäler. Aktuell würden die Kapazitäten zwar ausreichen, weil die Omikron-Variante insgesamt milder verlaufe, aber "bei den Ungeimpften sind die Krankheitsverläufe viel, viel schwerer", sagt er.

Lockerungen wie etwa in Großbritannien seien in Österreich aktuell nicht möglich. Dort sei nämlich die Durchimpfungsrate, insbesondere bei den Boosterimpfungen, sehr viel höher als hierzulande. Zudem sei der Höhepunkt der Omikron-Welle in Österreich noch nicht erreicht. "Wir sind zwei, zu UK wahrscheinlich sogar drei Wochen hinterher", sagt Königswieser.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos