So schützen Sie Haustiere vor der Hitze

20. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Immer wieder sorgen tragische Todesfälle im Sommer für Schlagzeilen. Oft sind es Hunde, die bei großer Hitze in Autos gelassen wurden. Doch auch anderswo können Vierbeiner unter hohen Temperaturen leiden - Organschäden oder Herzstillstand können folgen. Doch wie schützt man sein Haustier richtig?

Nicht nur Menschen leiden unter den hohen Temperaturen. Bei den Tieren sind vor allem Hunde betroffen - und da vor allem jene Rassen mit dichtem Fell und Rassen wie Bulldoggen oder Möpse, die anatomisch nicht gut belüftet werden, erklärt Veterinärmedizinerin Victoria Wessely von der Tierklinik St. Pölten im PULS 24 Interview. Die Größe des Hundes mache da nur wenig Unterschied.

Wie erkenne ich, dass es dem Hund zu heiß ist?

Erste Symptome sind oft sehr unspezifisch, sagt die Tierärztin: Die Hunde hecheln und sind unruhig. Weitere Anzeichen sind gerötete Schleimhäute, die Tere fühlen sich heiß an und fangen stark zum Speicheln an. 

Wie schütze ich den Hund?

Die Tierärztin rät davon ab, das Fell pauschal abzuscheren - das würde im Notfall eine Tierärztin machen. Was man aber jedenfalls machen sollte: Hitze vermeiden, nicht in der Mittagssonne Gassi gehen, den Hund eventuell mit Wasser abspritzen und Überanstrengung vermeiden. 

Beim Schwimmen sollte man darauf achten, dass das Wasser für den Hund nicht zu kalt ist und dass der Hund langsam ins Wasser gehen kann. Außerdem sollte man Hunden im Wasser Brustgeschirr anlegen, damit man sie im Notfall rausziehen kann. 

Können die Pfoten verbrennen?

Eine weitere Gefahr für die Vierbeiner lauert vor allem in Städten: Erhitzt sich der Asphalt, können Hunde Verbrennungen erleiden. Die Pfoten sind gerötet, es können Blasen entstehen oder der Ballen kann sich ganz ablösen. Das sei für die Tiere schmerzhaft, sagt Victoria Wessely - sie würden dann "wie auf rohen Eiern gehen" oder sich die Pfoten lecken. Die Pfoten sollten dann dringend gekühlt werden. 

Und was ist mit Katzen?

Diese sind laut der Tierärztin selbstständiger und würden sich passende "Platzerl" selbst aussuchen. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Tiere nicht eingesperrt sind und sich eben selbst Schatten suchen können bzw. sollte im Gehege Schatten verfügbar sein. Außerdem sollten die Katzen mit viel frischem Wasser versorgt werden.

Quelle: Redaktion / koa