APA - Austria Presse Agentur

Slowakische Polizei "protestiert" gegen Vorwürfe zu langsam gearbeitet zu haben

07. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Die slowakischen Behörden weisen den Vorwurf zurück, zu langsam gehandelt zu haben. Die Anfragen seien "professionell und schnell" bearbeitet worden, heißt es gegenüber PULS 24.

"Wir müssen gegen den Vorwurf protestieren, die slowakische Polizei hätte zu langsam gearbeitet", sagt ein Sprecher der slowakischen Polizei gegenüber PULS 24.

Am 24. Juli, also drei Tage nach dem versuchten Munitionskauf, hätten die Behörden in der Slowakei erstmals "detaillierte Informationen" an Europol gesendet, die wiederum den Vorfall in Österreich gemeldet hätten. Die Infos hätten Bilder der Verdächtigen und Fotos der Nummerntafel des Fahrzeugs enthalten, mit denen die beiden in die Slowakei eingereist waren waren.

Österreich bestätigt Information erst im September

Erst am 10. September habe Österreich den Erhalt dieser Information bestätigt. Die österreichischen Behörden hätten im Zuge dessen auch bestätigt, dass die Personen auf den Bildern identifiziert werden konnten. Die angefragten Zusatzinformationen, seien von slowakischer Seite "professionell und schnell" bearbeitet worden. Um welche es sich dabei handelt, wollte die slowakische Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen gegenüber PULS 24 nicht bekannt geben.

Zuvor hatte Gerhard Pürstl, Polizeipräsident in Wien, behauptet, die slowakischen Behörden hätten mehrere Wochen gebraucht um die Anfrage aus Wien nach Bestätigung der Identität zu beantworten. Man habe mehrfach urgieren müssen, ehe man am 16. Oktober ein Schreiben erhielt, in dem bestätigt wurde, dass es sich beim gescheiterten Waffenkäufer um den späteren Attentäter handelt. Pürstl sagte allerdings auch, die Identität sei bis zum Schluss nicht mit Sicherheit festzustellen gewesen.

Der Attentäter hat am 21. Juli versucht, Munition in der Slowakei zu kaufen. Dabei wurde er von einer Person begleitet. 

Soraya PechtlQuelle: Redaktion / spe