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Sechs erschöpfte Wanderer im Pongau aus Bergnot gerettet

20. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Sechs erschöpfte Wanderer haben am Sonntag einen nächtlichen Bergrettungseinsatz im Pongau ausgelöst. Weil kein Übernachtungsplatz im Winterraum der Edelweißhütte frei war, gingen die Deutschen in Richtung Werfener Hütte. Einige Teilnehmer waren jedoch so entkräftet, dass sie nicht mehr über einen seilversicherten Steig absteigen konnten. 13 Bergretter brachten sie unverletzt zur Werfener Hütte.

Wie die Salzburger Bergrettung am Montag informierte, wanderte die Gruppe gestern von der Laufener Hütte (1.726 Meter Seehöhe) zur Edelweißhütte (2.349 m). Diese erreichten sie um 20.30 Uhr. "Dort war jedoch der Winterraum bereits besetzt. Daher stiegen die drei Frauen und drei Männer noch weiter Richtung Werfener Hütte (1.969m) durchs Throntal ab, da ihnen von den anderen Bergsteigern mitgeteilt wurde, dass das ohnehin nicht mehr weit sei."

Gegen 22.00 Uhr waren einige Teilnehmer der Gruppe nicht mehr in der Lage, ohne Hilfe den Abstieg über den seilversicherten Steig und die Hochthronleiter zu bewältigen. Sie alarmierten über den Polizeinotruf die Bergrettung Werfen. Um Mitternacht stießen die Bergretter auf die Deutschen.

Die Wanderer wurden mit einem Klettersteigset und jeweils in Begleitung eines Bergretters über das Stahlseil gesichert. "Wir haben dann noch einen neuen Standplatz gebohrt und sie im Bereich der Leiter auch passiv abgeseilt", schilderte Einsatzleiter Stefan Pondorfer. Über ein extra errichtetes Seilgeländer wurden die Wanderer zum Normalweg und anschließend zur Werfener Hütte gebracht. Der Einsatz endete um 3.40 Uhr.

Quelle: Agenturen