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Schweigeminute für Covid-Opfer in vielen Städten Europas

24. März 2021 · Lesedauer 1 min

In Dutzenden Städten Europas hat es am Mittwoch um 12.00 Uhr eine Schweigeminute und andere Gedenkveranstaltungen für die Corona-Toten gegeben. Wie der Verband Eurocities als Organisator mitteilte, hatten sich viele der rund 200 darin vernetzten Städte aus knapp 40 Ländern mit eigenen Aktionen an dem Gedenken beteiligt. Eine genaue Zahl der teilnehmenden Städte gab es aber nicht. In Wien wurde die laufende Sitzung des Gemeinderates für die Schweigeminute unterbrochen.

"Die Pandemie hat eine grenzüberschreitende Krise ausgelöst. Mit der Schweigeminute wollen wir die Opfer betrauern und an jene Menschen denken, die unter der Pandemie und den Folgen leiden", sagte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) laut einer Aussendung. Gemeinderatspräsident Thomas Reindl sprach einleitende Worte, dann erhoben sich die Stadtregierung und die 100 Abgeordneten.

Zur europaweiten Gedenk-Aktion hatte der Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, aufgerufen, der auch Präsident von Eurocities ist - das größte Netzwerk europäischer Städte. Im Netzwerk sind über 139 Städte Mitglied und 40 Städte als Partner verankert - insgesamt 130 Millionen Menschen. Wien ist seit 1995 Mitglied, teilte die Rathauskorrespondenz mit. Weitere Städte aus Österreich sind nicht vertreten.

Verbandspräsident Nardella gedachte der Leidtragenden und Toten der Pandemie bei einem kurzen Auftritt auf YouTube in einem Livestream. In Berlin standen nach Angaben der Verkehrsbetriebe BVG am Mittag viele Busse und Bahnen an den Haltestellen oder im Bahnhof für kurze Zeit still. Eine ähnliche Aktion habe es in der ungarischen Hauptstadt Budapest gegeben, berichtete ein Sprecher von Eurocities.

Quelle: Agenturen