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Systematisches Versagen?

Gebärmutter fälschlicherweise entfernt: Jetzt prüft die Stadt Linz

Heute, 15:42 · Lesedauer 2 min

Im Fall der am Kepler Universitätsklinikum (KUK) fälschlicherweise erfolgten Entfernung einer gesunden Gebärmutter hat der Magistrat Linz im Rahmen der sanitären Aufsicht eine Kontrolle eingeleitet.

Amtsärzte sowie Juristen würden nun prüfen, wie es zu der Fehldiagnose kommen konnte, informierte Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) Mittwochnachmittag. Der Magistrat sei als Bezirksverwaltungsbehörde für das landeseigene oberösterreichische Spital auf Stadtgebiet zuständig.

Systematisches Versagen?

Der behördliche Auftrag zur Überprüfung durch die Behörde "erfolgt unabhängig und setzt den Fokus auf mögliche systemische und organisatorische Mängel bei der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften nach dem Krankenanstalten- und Kuranstaltengesetz", so Raml. Das heißt, die sanitäre Kontrolle durchleuchte die Prozesse im Spital, um zu klären, ob möglicherweise ein systematisches Versagen vorliegt. Mit einem Ergebnis rechnet der Stadtrat in einigen Wochen.

Das Uniklinikum hat bereits mitgeteilt, dass aus seiner Sicht kein medizinisches oder rechtliches Fehlverhalten vorliegen würde. Bei der Probe sei es "zu einer äußerst seltenen pathologischen Komplikation in Form einer minimalen Kontaminierung von Probenmaterial gekommen, was zu einer Fehldeutung des ursprünglichen Befunds geführt hat. Wie auch in der Fachliteratur beschrieben, sind solche Ereignisse extrem selten, können aber selbst bei sorgfältigsten Abläufen unter strengsten Qualitätsstandards nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden", argumentiert das KUK.

Nicht Gegenstand der nun von der Stadt eingeleiteten Prüfung ist der Vorwurf, die Frau sei laut ihrem Anwalt erst vier Wochen nach Bemerken des Fehlers informiert worden. Laut KUK gab es sofort nach Vorliegen gesicherter Ergebnisse das Gespräch.

Zusammenfassung
  • Im Fall der am Kepler Universitätsklinikum (KUK) fälschlicherweise erfolgten Entfernung einer gesunden Gebärmutter hat der Magistrat Linz im Rahmen der sanitären Aufsicht eine Kontrolle eingeleitet.
  • Amtsärzte sowie Juristen würden nun prüfen, wie es zu der Fehldiagnose kommen konnte, informierte Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) Mittwochnachmittag.