APA - Austria Presse Agentur

Schweden verzeichnet Rekordanstieg bei Corona-Infektionen

11. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Schweden verzeichnet die bisher höchste Anzahl von Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. 1.474 Erkrankungen seien hinzugekommen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Der Rekord-Anstieg sei eine "direkte Konsequenz vermehrter Tests". Dadurch seien auch Fälle erfasst worden, bei denen die Betroffenen nur milde Symptome gezeigt hätten. Insgesamt seien nunmehr 48.300 Infektionen bestätigt.

Schweden verzeichnet die bisher höchste Anzahl von Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. 1.474 Erkrankungen seien hinzugekommen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Der Rekord-Anstieg sei eine "direkte Konsequenz vermehrter Tests". Dadurch seien auch Fälle erfasst worden, bei denen die Betroffenen nur milde Symptome gezeigt hätten. Insgesamt seien nunmehr 48.300 Infektionen bestätigt.

Die Zahl der Corona-Toten kletterte den Angaben zufolge um 19 auf 4.814. Pro Kopf sind das deutlich mehr als in den benachbarten nordeuropäischen Ländern, aber weniger als in den am schlimmsten betroffenen europäischen Staaten Spanien, Großbritannien und Italien. Schweden hat mehr auf freiwillige Maßnahmen statt auf Vorschriften gesetzt.

In Bulgarien breitet sich unterdessen offenbar eine zweite Welle aus. Das zunächst kaum von der Pandemie getroffene Balkanland verzeichnete am Donnerstag mit 104 Covid-19-Neuerkrankungen binnen 24 Stunden einen Rekordwert seit Beginn der Coronakrise. Eine ursprünglich bis 14. Juni verhängte "epidemische Ausnahmesituation" soll bis Ende des Monats verlängert werden. Bulgarien befinde sich wohl in einer zweiten Welle der Krankheit, sagte der Oberste Inspektor für Gesundheit und Mitglied des Krisenstabs in Sofia, Angel Kuntschew, am Donnerstag im privaten Fernsehsender bTV. Das Virus breite sich jetzt aber vor allem lokal in Netzwerken, sogenannten Clustern, aus.

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic verteidigt unterdessen, dass die Behörden ein Fußballspiel mit 25.000 Fans erlaubt haben. Das Pokal-Spiel von Partizan Belgrad gegen Roter Stern Belgrad am Mittwochabend war das größte Massenereignis in dem Balkan-Land seit Monaten. Trotz der Lockerungen sind in Serbien Schulen, Theater und Kinos weiter geschlossen.

Quelle: Agenturen