APA - Austria Presse Agentur

Lockdown-Lockerungen: Großer Andrang bei Modeketten

08. Feb 2021 · Lesedauer 5 min

Nach sechs Wochen "hartem" Lockdown haben am Montag Händler und Friseure wieder geöffnet. Lange Warteschlangen bildeten sich vor allem vor Modegeschäften, die auch mit Rabatten Kunden anlockten. Bei vielen anderen blieb der Ansturm aus.

Der "harte" Lockdown ist nach sechs Wochen vorbei. Am heutigen Montag durften Händler und körpernahe Dienstleister wie Friseure und Kosmetiker wieder aufsperren. Der Andrang war bei Modeketten besonders groß. Viele Händler versuchten Kunden mit hohen Rabatten anzulocken. Der Ansturm blieb in anderen Branchen aber weitgehend aus.

Hoher Andrang in Mariahilfer Straße

Wiens größte Einkaufsmeile, die Mariahilfer Straße, war am Vormittag gut besucht. Kundenschlangen bildeten sich vor manchen internationalen Mode- und Schuhketten. Den größten Andrang gab es bei der US-Kaufhauskette TK Maxx, mehr als 100 Personen warteten vor der Filiale auf Einlass.

PULS 24 Reporterin Barbara Piontek mit einem Lokalaugenschein von der Wiener Mariahilfer Straße.

Bei vielen anderen Händlern mussten Einkaufswillige nicht auf Einlass warten. Auch in der Kärntner Straße und am Graben in der Wiener Innenstadt waren zahlreiche Menschen auf Shopping-Tour. Zu Schlangen vor dem Geschäft kam es nur bei einer internationalen Modekette und bei einem US-Elektronikhersteller. In der Lugner City im 15. Wiener Gemeindebezirk herrschte zu Mittag auch geschäftiges Treiben. Kundenschlangen bildeten sich nur vor zwei Geschäften, nämlich vor einer großen Modekette und einer Handelskette für Streetwear und Sneaker. In der Wiener Währinger Straße - einer Einkaufsstraße im 18. Bezirk - warteten noch einige Modeboutique-Betreiber auf Kundschaft, mehrere Friseure waren gut besucht.

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Run auf Friseure in Niederösterreich

In Niederösterreich regelrecht gestürmt wurde ein Geschäft für Wohn- und Mode-Accessoires im SCS Park in Vösendorf (Bezirk Mödling). Hier bildete sich am Vormittag eine mehrere hundert Meter lange Menschenschlange. Gut besucht waren im Bundesland die Friseure, unter anderem in Zwettl. Das dürfte sich auch in den kommenden Tagen nicht ändern, die Telefone standen am Vormittag angesichts zahlreicher Terminanfragen kaum still, hieß es von Branchenvertretern.

Die Eisenstädter Fußgängerzone war am späteren Vormittag bereits wesentlich stärker frequentiert als in den vergangenen Wochen, die kleinen Boutiquen standen aber noch leer. Viel Betrieb herrschte bereits bei der Modekette H&M, an der Kasse bildete sich eine kleine Warteschlange - von Gedränge konnte aber keine Rede sein. Vor den Läden warten musste definitiv noch niemand, außer beim kleinen Bäckerladen, bei dem die Kunden nur einzeln eingelassen werden. Auch auf den Straßen und vor den Baumärkten war einiges los.

Lange Schlangen in Paschinger Plus City

Schon mit Öffnung der Geschäfte um 9.30 Uhr in Oberösterreichs größtem Einkaufszentrum Plus City in Pasching (Bezirk Linz- Land) stauten sich am Montag die Autos bei der Einfahrt in die Tiefgarage. In der Shoppingmall hatten sich eine halbe Stunde später vor allem vor Textilketten lange Warteschlangen gebildet. Teilweise bis zu 100 Personen standen vor den Eingängen, ergab ein Rundgang. Die Kunden - wegen der Semesterferien viele junge Leute - verhielten sich jedoch diszipliniert, trugen FFP2-Masken und beachteten die Abstandsregeln. Auffällig war die erhöhte Präsenz der Polizei.

Ruhiger ging es dagegen auf der Linzer Landstraße in der oberösterreichischen Landeshauptstadt zu. Einzig vor der Filiale einer Bekleidungskette, die wegen Insolvenz den Totalabverkauf eingeläutet hat, wartete bereits um 9.20 Uhr eine kleine Menschentraube auf Einlass. Auch später bildete sich dort immer wieder eine kurze Warteschlange. Auch wenn der Abstand von zwei Metern nicht überall eingehalten wurde, oft war dies auch nicht möglich, war im Allgemeinen der Einkauf aber von Rücksicht und Verständnis für die Maßnahmen geprägt.

Ruhiger Start in Salzburg und Graz

In der Stadt Salzburg ist die Handelsöffnung ruhig gestartet. Allerdings gab es Ausnahmen: Von einem "abnormal starken" Andrang berichtete gegen Mittag etwa ein Mitarbeiter von Intersport Cherny in Salzburg-Bergheim. Offenbar im Fokus der Kunden: Langlaufausrüstung. Im Einkaufszentrum Europark bildeten sich hingegen nur vereinzelt kurze Warteschlangen. "Es sind Semesterferien, bis jetzt waren vor allem junge Mädchen oder Schülerinnen da", erklärte eine Angestellte, die am Eingang dafür sorgt, dass nicht zu viele Personen gleichzeitig im Geschäft sind. 

Die Friseure und Kosmetikinstitute in Graz waren gut gebucht, es gab weder einen Ansturm auf die Termine noch Warteschlangen vor den Geschäften. Vereinzelt mussten Kundinnen weggeschickt werden, weil sie keinen oder einen zu alten Corona-Test hatten. Unfreundlicher fielen teilweise die Telefonate aus, bei denen sich Mitarbeiterinnen mitunter anhören mussten. "Ich lasse mich wegen Ihnen sicher nicht testen", hieß es. 

Reger Betrieb hat am späten Montagvormittag auch in der Klagenfurter Innenstadt geherrscht. Trotz Nieselregens bildeten sich vor einigen wieder geöffneten Geschäften Schlangen. Der Eindruck setzte sich auch im Einkaufszentrum City Arkaden fort: Hier waren es vor allem junge Kunden, die darauf warteten, in Handyshops und Elektronikgeschäfte gelassen zu werden oder an Imbissständen einen Snack zum Mitnehmen zu bekommen. Etwas verhaltener fiel dagegen der Betrieb in den Modegeschäften aus - Andrang herrschte hier vor allem in jenen Shops, die besonders große Rabatte versprachen.

Rabattschlacht in Innsbruck

Auch in der Innsbrucker Innenstadt ist die Rabattschlacht in vollem Gange. Modegeschäfte locken mit satten Rabatten und rufen mit auffälligen Schildern oder Fensteraufklebern den ultimativen "Sale" aus. Durchaus mit Achtungserfolgen, denn in der gut frequentieren Maria-Theresien-Straße lässt sich der eine oder andere in ein Geschäft locken. Der ganz große Ansturm auf den Winterschlussverkauf lässt sich aber nicht feststellen.

Vorarlbergs größtes Einkaufszentrum - der Messepark in Dornbirn - war am Montag gut besucht, ein großer Ansturm blieb aber aus. So waren etwa die Parkplätze gut besetzt, freie standen dennoch in mehr als ausreichendem Ausmaß zur Verfügung. Bei einem Lokalaugenschein verhielten sich die Besucher sehr diszipliniert, vor den kleineren Geschäften bildeten sich aufgrund der Quadratmeterbeschränkung kürzere oder längere Warteschlangen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb