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Schlammbagger soll Neusiedlersee reanimieren

17. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Mit einem Bagger soll der Wasserstand im Hafenbereich von Podersdorf erhöht werden. Damit soll die Schifffahrt weiterhin ermöglicht werden.

Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) verkündete am Montag bei einer Pressekonferenz neue Maßnahmen für den Erhalt des Neusiedlersees. Für den Schlamm selbst gibt es Wiederverwendungspläne, für die langfristige Versorgung des Neusiedlersees mit Frischwasser hat die Politik keine Lösungen.

Schlamm für Landwirtschaft

Das Schilf- und Schlammmanagement sei "ein wichtiger Baustein im Themenkomplex See- und Seewinkel-Rettung", meinte Dorner. Der abgesaugte Schlamm kommt in Auffangbecken und wird, wenn er abgetrocknet ist, im Labor untersucht. Danach wird er über die Landwirtschaftskammer an Bauern in der Umgebung verteilt. Die Forschung Burgenland soll darüber hinaus weitere Nutzungsformen finden und nachhaltige Produkte entwickeln.

Bei den derzeitigen Arbeiten handelt es sich laut Erich Gebhardt, Geschäftsführer der eigens gegründeten Seemanagement GmbH, um ein Pilotprojekt, bei dem verschiedene Geräte und Arbeitstechniken zum Einsatz kommen. So soll die beste Vorgehensweise gefunden und später auch von der GmbH selbst betrieben werden. Derzeit macht das die Strabag Umwelttechnik.

Schlamm und Schilf werden entfernt

In Podersdorf soll noch bis Anfang November Schlamm abgesaugt werden, in Purbach, Neusiedl und Illmitz bis Ende Oktober. Ab 27. und 28. Oktober sind Arbeiten in Jois und Mörbisch geplant. Ende November fahren die Bagger in Oggau und Rust vor. Neben der Entschlammung wird in Rust auch das Schilf geschnitten.

Durch die Maßnahmen sollen der Neusiedler See und die Salzlacken nachhaltig abgesichert und erhalten werden. Zusätzlich gibt es weiter Gespräche zu einer Wasserzuleitung - sowohl innerhalb von Österreich als auch mit Ungarn, wobei man "schon relativ lange auf weitere konkrete Schritte" des Nachbarlandes warte, betonte Dorner. Außerdem stimme sich das Land derzeit mit Vertretern aus der Landwirtschaft in Hinblick auf Bewässerungstechnologien und wasserschonende Kulturen im Seewinkel ab.

Quelle: Agenturen