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Rund 30.000 Neuinfektionen: Nehammer bestätigt Corona-Höchststand

19. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Corona-Neuinfektionen sind auf einen neuen Höchstwert zugesteuert. Laut Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat es innerhalb von 24 Stunden knapp 30.000 Neuinfektionen gegeben.

Bisheriges Allzeit-Hoch war vor einer Woche mit 17.006, als die Omikron-Welle an Fahrt aufgenommen hatte. Detaillierte Zahlen kündigten Gesundheits- und Innenministerium aufgrund von Datenbereinigungen erst für den frühen Mittwochnachmittag an.

Nehammer: "Zuerst erschreckend hohe Zahl"

"Die Pandemie ist nicht vorbei", betonte Nehammer im Ministerrat. Knapp 30.000 Neuinfektionen wären um fast 80 Prozent mehr als am Dienstag und auch für einen Mittwoch ein einsamer Rekord: Vorige Woche wies das Epidemiologischen Meldesystem (EMS) 18.427 Neuinfektionen aus, am Mittwoch davor 10.725. Laut Nehammer seien die 30.000 Neuansteckungen eine "zuerst erschreckend hohe Zahl". Auf der anderen Seite, weil auch die Omikron-Variante des Virus neu zu bewerten ist, würden die Berechnungen "genau im Ziel" liegen, auch hinsichtlich der Krankenhausbelegungen.

Der massive Anstieg zeichnete sich bereits bei den am Vormittag veröffentlichten Zahlen im EMS ab, wo von Dienstag auf Mittwoch 31.070 Neuinfektionen eingemeldet wurden. Allerdings handelte es sich dabei noch um Rohdaten, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf APA-Anfrage betonte. Die verlässlicheren, weil um Doppelmeldungen bereinigten Infektionsmeldungen der Bundesländer wurden erst am frühen Nachmittag erwartet.

Hohe Werte durch Schultests

Grundsätzlich werden am Mittwoch mehr Neuinfektionen gemeldet als an anderen Wochentagen. Dies liegt u.a. daran, dass an diesem Tag die Ergebnisse der meisten an den Schulen durchgeführten PCR-Tests in das Meldesystem einfließen. 31.070 Neuinfektionen sind um 80 Prozent mehr als am Dienstag und wären auch für einen Mittwoch ein einsamer Rekord: Vorige Woche wies das EMS 18.427 Neuinfektionen aus, am Mittwoch davor 10.725.

Das Gesundheitsministerium betonte dazu, dass die Rohdaten auf einen Anstieg der Fallzahlen hinweisen. Derzeit fänden allerdings gerade Datenbereinigungen statt, die man für eine belastbare Einschätzung noch abwarten müsse.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam