Rückschlag für Japans Weltraumprogramm
Im vergangenen Jahr waren zwei Starts dieser 18 Meter hohen Rakete mit Feststoff-Antrieb missglückt. Die japanischen Pläne für technologische Souveränität hatten im Dezember einen weiteren Rückschlag erlitten. Nach sechs erfolgreichen Starts scheiterte eine Mission der Rakete "H3" des Industriekonzerns Mitsubishi an Triebwerksproblemen. Damit steht das Ziel der Regierung in Tokio, jährlich 30 Starts japanischer Raketen bis Anfang der 2030er-Jahre zu erreichen, auf der Kippe. Die dortigen Satellitenbauer müssen daher für den Transport ihrer Produkte in eine Umlaufbahn auf US-Unternehmen wie SpaceX des umstrittenen Milliardärs Elon Musk ausweichen.
Zusammenfassung
- Die japanische Weltraumfirma Space One ist erneut beim ersten kommerziellen Satellitenstart gescheitert, als die 18 Meter hohe Rakete 'Kairos' 69 Sekunden nach dem Abheben die Selbstzerstörung auslöste.
- Bereits im vergangenen Jahr waren zwei Starts dieser Rakete fehlgeschlagen, und auch die 'H3'-Rakete von Mitsubishi hatte im Dezember nach sechs erfolgreichen Missionen einen Rückschlag erlitten.
- Das Ziel der japanischen Regierung, bis Anfang der 2030er-Jahre jährlich 30 Raketenstarts zu erreichen, gerät damit ins Wanken, wodurch japanische Satellitenbauer zunehmend auf US-Unternehmen wie SpaceX angewiesen sind.
