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Rakete Ariane 6 fliegt erstmals mit vollem Schub

Heute, 17:07 · Lesedauer 2 min

Die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist erstmals in ihrer stärksten Version mit vier Feststoff-Boostern ins All geflogen. Die Rakete startete am Donnerstag am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana mit 32 Satelliten für den Internetriesen Amazon an Bord. Diese soll die Rakete in etwa 465 Kilometer Höhe ausliefern. Die Rakete ist entscheidend für Europas Unabhängigkeit im All, denn mit ihr kann Europa größere Satelliten in den Weltraum bringen.

Die Ariane 6 ist das Nachfolgemodell der Ariane 5, die von 1996 bis 2023 im Einsatz war. Sie hob erstmals im Sommer 2024 ab. Sie soll Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All befördern und ist laut der europäischen Raumfahrtagentur ESA deutlich günstiger als ihre Vorgängerin.

Je nach Mission kann die flexible Rakete mit zwei oder mit vier Boostern ausgestattet werden. Bisher flog sie immer mit zwei Boostern, nun geht es für sie zum ersten Mal mit voller Stärke in den Weltraum. Mit den vier Boostern kann die Ariane 6 rund doppelt so viel Last ins All bringen.

Die Rakete kann bis zu 11,5 Tonnen Nutzlast in höhere und bis zu 21,6 Tonnen in niedrigere Umlaufbahnen transportieren. Durch die Möglichkeit, die Oberstufe wiederholt zu zünden, kann die Ariane 6 Satelliten in verschiedene Positionen und Umlaufbahnen platzieren.

Zusammenfassung
  • Die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist erstmals mit vier Feststoff-Boostern vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet und transportiert 32 Satelliten für Amazon in eine Höhe von etwa 465 Kilometern.
  • Mit der maximalen Konfiguration kann die Ariane 6 bis zu 21,6 Tonnen in niedrige und 11,5 Tonnen in höhere Umlaufbahnen bringen, was rund doppelt so viel Last wie bisher ermöglicht.
  • Die Rakete ist seit Sommer 2024 im Einsatz, gilt laut ESA als deutlich günstiger als die Vorgängerin Ariane 5 und soll Europas Unabhängigkeit im All sichern.