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Räucherfisch im Test: Auch Süßwasserware oft importiert

16. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Nicht nur Meerestiere haben eine lange Reise hinter sich, bevor sie in Österreich auf dem Teller landen: Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 13 abgepackte geräucherte Filets von Süßwasserfischen untersucht. Alle Proben von Forelle, Lachsforelle und Saibling stammten aus Aquakulturen. Acht Erzeugnisse waren durchaus weit angereist - aus Italien, Norwegen und der Türkei. Nur fünf Filets, darunter die vier Bio-Produkte, kamen aus heimischen Zuchtbetrieben.

Hinsichtlich Keimbelastung waren fünf Produkte auffällig, eines davon wurde als für den Verzehr ungeeignet eingestuft. Drei Filets wurden mit "sehr gut" beurteilt, zwei "gut", vier waren "durchschnittlich", drei "weniger zufriedenstellend" und eines eben "nicht zufriedenstellend".

Das durchgefallene "Eismeer-Saiblingfilet" - ein heimisches Bio-Produkt - wies laut den Testern neben einer deutlich erhöhten Keimbelastung einen sauren Geschmack auf. Zudem war es die einzige Probe, bei der krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachweisbar waren, allerdings wurden die zulässigen Höchstwerte nicht überschritten. "Generell lässt sich aber sagen, dass Süßwasserfische aus Aquakultur, etwa Forelle oder Saibling, deutlich weniger Quecksilber als Meeresfische wie Thunfisch enthalten", sagte Ernährungswissenschafterin Teresa Bauer.

Insgesamt wurden sechs geräucherte Forellenfilets, vier geräucherte Lachsforellenfilets und drei geräucherte Saiblingfilets getestet. Dass es sich oft um Importware handelt, wurde vor allem bei der Forelle augenscheinlich, hier stammten nur zwei der zehn Produkte aus heimischer Zucht.

(S E R V I C E - Testergebnisse auf www.konsument.at/raeucherfisch22 , ab 19. Mai in der Zeitschrift "Konsument")

Quelle: Agenturen