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Prozess und Missbrauch einer demenzkranken 82-Jährigen

12. Jan. 2026 · Lesedauer 1 min

Am Dienstag wird am Wiener Landesgericht gegen einen 25-jährigen Heimhelfer verhandelt, der sich am 18. September 2025 an einer demenzkranken 82-Jährigen vergangen haben soll. Angeklagt ist sexueller Missbrauch einer wehrlosen bzw. psychisch beeinträchtigten Person - der Staatsanwaltschaft zufolge war die Betroffene krankheitsbedingt nicht in der Lage, die Bedeutung des inkriminierten Geschehens zu erfassen und sich dagegen zur Wehr zu setzen.

Dem aus Afghanistan stammenden Angeklagten droht im Fall einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren. Der mutmaßliche Missbrauch flog auf, weil der Sohn der Betroffenen in deren Wohnung aus Sicherheitsgründen eine Überwachungskamera installiert hatte. Die Kamera zeichnete laut Anklage die Tathandlungen auf. Mitangeklagt ist auch eine Nötigung: der Mann soll Anfang 2025 eine Arbeitskollegin bedrängt haben, indem er die 37-Jährige gegen eine Wand drückte, seinen Kopf gegen ihr Gesicht presste, sodass sie nicht mehr ausweichen konnte, und ihr gegen ihren Willen einen Zungenkuss gab.

Zusammenfassung
  • Am Wiener Landesgericht steht ein 25-jähriger Heimhelfer vor Gericht, dem vorgeworfen wird, am 18. September 2025 eine 82-jährige, demenzkranke Frau sexuell missbraucht zu haben.
  • Die Staatsanwaltschaft betont, dass die Betroffene krankheitsbedingt nicht in der Lage war, das Geschehen zu erfassen oder sich zu wehren, und dem Angeklagten droht im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von einem bis zu zehn Jahren.
  • Der mutmaßliche Missbrauch wurde durch eine Überwachungskamera aufgedeckt, die der Sohn der Frau installiert hatte, und zusätzlich ist der Mann wegen Nötigung einer 37-jährigen Kollegin Anfang 2025 angeklagt.