Prozess gegen Eltern wegen Schütteltraumas an Baby in Wien
Die beiden hatten das Kind wegen eines Krampfanfalls ins Krankenhaus gebracht. Medizinische Untersuchungen des Säuglings ergaben den Misshandlungsverdacht. Das Krankenhaus erstattete daraufhin umgehend Anzeige. Die Ärztinnen und Ärzte stellten zahlreiche schwere Verletzungen fest, aufgrund derer das Mädchen notoperiert werden musste. Es bestand Lebensgefahr.
Der 35-jährige Deutsche soll laut Anklage in zumindest zwei Angriffen zwischen Mitte April und 28. Mai 2025 das Mädchen mehrere Sekunden lang mit voller Wucht geschüttelt haben. Durch das Schütteltrauma können tödlich endende Hirnverletzungen oder lebenslange Schäden die Folge sein.
Der Mann ist auch wegen fortgesetzter Gewaltausübung angeklagt. Er soll die Kroatin und Mutter seines Kindes seit Juli 2024 regelmäßig geschlagen haben. Während ihrer Schwangerschaft trat er ihr auch in den Bauch.
Frau auf freiem Fuß
Während sich der Mann bis zur Verhandlung in U-Haft befindet, wurde die Frau gegen gelindere Mittel aus der Untersuchungshaft entlassen. In der Einvernahme belastete die Frau ihren Lebensgefährten schwer. Sie gab an, dass der Deutsche auch den Säugling geschlagen haben soll. Das Kind befindet sich immer noch in der Obhut der Kinder- und Jugendhilfe (MA 11).
Zusammenfassung
- Am 16. Februar müssen sich die Eltern eines im Frühjahr 2025 in Wien mutmaßlich misshandelten Babys wegen versuchten Mordes vor einem Schwurgericht verantworten.
- Der 35-jährige Vater soll das Kind zwischen Mitte April und 28. Mai 2025 mindestens zweimal so stark geschüttelt haben, dass es zu Hirnblutungen und Rippenbrüchen kam, während die Mutter wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt ist.
- Das schwer verletzte Baby wurde notoperiert und befindet sich weiterhin in der Obhut der Kinder- und Jugendhilfe (MA 11), während der Vater in U-Haft bleibt und die Mutter gegen gelindere Mittel entlassen wurde.
