APA - Austria Presse Agentur

Proteste gegen "Grünen Pass" in Italien

06. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Gegner der am Freitag in Kraft getretenen Corona-Regeln protestierten gegen die strengeren Zutrittsregelungen. Unterdessen kündigte die Regierung weitere Verschärfungen an.

Seit Freitag ist in Italien unter anderem für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, Fitnessstudios und Schwimmbädern ein Impfnachweis, ein 48 Stunden lang gültiger negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig. Einige tausende Gegner des Grünen Passes gegen strengere Zutrittsregeln protestierten in Turin. "Nein zum Grünen Pass", forderten die Demonstranten. Das digitale Corona-Zertifikat der EU wird in Italien auch Grüner Pass genannt. Weitere Protestkundgebungen sind am Samstag in Italien gegen den Grünen Pass geplant.

EU-Bürger können nach den neuen Regeln ihren EU-Impfpass zeigen. Das Dokument bescheinigt unter anderem die vollständige Impfung, wenn 14 Tage nach der zweiten Dosis vergangen sind. In Italien wird das Zertifikat laut Gesundheitsministerium bereits 14 Tage nach Erhalt der ersten Dosis gültig.

Verschärfungen ab 1. September

Die italienische Regierung hat am Donnerstagabend die Regelungen zum Nachweis von Corona-Impfungen und -Tests noch mehr ausgeweitet. Das Kabinett in Rom verabschiedete am Donnerstag eine Regelung, wonach der Corona-Gesundheitspass für Passagiere in öffentlichen Verkehrsmitteln ab 1. September obligatorisch wird. Dies gilt für Inlandsflüge, Züge, Fernbusse und Fährverbindungen. 

Ein Grüner Pass wird auch von Lehrerpersonal und Universitätsstudenten verlangt. Wer in der Schule den Grünen Pass nicht vorweist, wird vom Dienst suspendiert, beschloss die Regierung, die ab September Präsenzunterricht garantieren will. Die Plätze an Bord von öffentlichen Verkehrsmitteln sollen aufgestockt werden. Schnelltests sollen für Kinder zwischen 12 und 18 Jahren maximal 8 Euro kosten, für Erwachsene werden sie 15 Euro kosten.

 

Quelle: Agenturen