Prinz Harry Prinz William

Prinz Harrys Zoff mit den Royals: Taut es nach dem Tod der Queen?

13. Sept. 2022 · Lesedauer 4 min

Den Tod seiner geliebten Großmutter verpasste Prinz Harry knapp, er kam zu spät nach Balmoral. Damit blieb auch die Chance auf eine Versöhnung aus. Seitdem taut es aber ein wenig zwischen dem Prinzen und seinem royalen Clan. Aber kann das von Dauer sein?

Prinz Harry (37) lebt mit seiner Frau Meghan (41) und den beiden Kindern Archie (3) und Lilibet (1) - benannt nach dem familiären Spitznamen der verstorbenen Queen - in Montecito, Kalifornien. Seit dem Bruch mit seiner Familie warfen er und seine Frau den Royals in einem legendären Interview mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey Rassismus gegenüber ihr und Archie (Lilibet war zu dem Zeitpunkt noch nicht geboren) vor. Später präzisierte Harry, damit nicht seine Oma, die Queen, gemeint zu haben. Seinen Vater, inzwischen König Charles III., nahm er aber nicht explizit aus. Im warf er vor, ihn finanziell abgeschnitten zu haben und nicht abzuheben, wenn er ihn anrufe. 

Im Hause Windsor herrscht seither dicke Luft. Über seine geliebte Oma ließ Harry trotzdem nie etwas kommen. Er wurde nicht müde, die Queen immer wieder öffentlich zu loben. Auch nach ihrem Tod würdigte er die Königin als "Kompass" und sein "Vorbild". Der 37-Jährige - vier Tage vor ihrem Begräbnis wird er am Donnerstag 38 - lobte ihr Pflichtbewusstsein und ihre "unerschütterliche Anmut und Würde". 

Harry: Seiner "Granny" immer dankbar

"Granny, während dieser letzte Abschied uns tieftraurig macht, bin ich für immer dankbar über all unsere ersten Treffen - von meinen frühesten Kindheitserinnerungen mit dir, über mein erstes Treffen mit dir als mein Commander-in-Chief, bis zu den ersten Momenten an denen du meine geliebte Frau getroffen und deine geliebten Urenkel umarmt hast." Er bedankte sich für gute Ratschläge und ihr ansteckendes Lächeln. 

Harry und Charles: Plötzlich ist von Liebe und Unterstützung die Rede

In der Mitteilung, die am Montag auf der Seite von Harrys Stiftung Archewell veröffentlicht wurde, sicherte der zweitgeborene Prinz auch seinem Vater seine Unterstützung zu. Der neue König nützte im Gegenzug seine erste Rede an die Nation für eine Friedensgeste in Richtung seines jüngeren Sohns. Es war von "Liebe zu Harry und Meghan" die Rede. Gerüchte um eine Rückkehr nach England wurden aber gleich im Keim erstickt, denn Charles erwähnte auch gleich, dass sich die beiden "weiterhin ein Leben in Übersee aufbauen". 

William schrieb Harry SMS für gemeinsamen Auftritt

Für helle Aufregung im Land sorgte dann der gemeinsame Auftritt von Harry, William, Kate und Meghan am Samstag. Lang, lang ists her, als sich die vier als gemeinsamen Wohnsitz den Kensington Palast teilten und liebevoll "Fab Four" (Die fantastischen Vier) genannt wurden. 

AFP

Die Trauernden vor Schloss Windsor staunten deshalb gehörig, als die beiden Paare gemeinsam die Auffahrt des Schlosses hinunterschlenderten und am Zaun Hände schüttelten. Laut einem Sprecher des Paares sei die Einladung von William und Kate ausgegangen. Zu Harrys Verteidigung muss allerdings gesagt werden, dass es natürlich seinem älteren Bruder, nun frischgebackener Prinz of Wales und Thronfolger, oblag, ihn einzuladen. William lebt auf Windsor und steht in der Thronfolge weit vor Harry, der aktuell auf Platz fünf ist. 

Archie und Lilibet - plötzlich Prinz und Prinzessin? 

Mit dem Tod der Queen hat sich auch für die Kinder von Meghan und Harry einiges geändert. Sie hätten jetzt Anspruch auf den Titel Prinz und Prinzessin. Ob sie diese auch tragen werden, müssen die Eltern entscheiden. Und die lassen sich Zeit. Verständlich, dass sie erst das Begräbnis der Oma abwarten. 

Aktuelle News nach dem Tod der Queen im PULS 24 Liveblog: 

Wie es weitergeht und der Deal-Breaker

Diese Entscheidung, wird auch einiges darüber aussagen, wie das Verhältnis zwischen Harry und seinem Vater weitergeht. Und am Horizont dräut schon das nächste Gewitter. Denn Harry hat die Veröffentlichung seiner Biografie angekündigt. Ob er die nun nach dem Tod der Queen umschreibt, ganz zurückzieht und ob sie erscheint, ist noch nicht sicher. Und falls sie so schrecklich für die Royals wird, wie manche befürchten, wäre das garantiert ein Deal-Breaker mit Papa Charles und der "Firm", wie die Royals die Arbeit in der Öffentlichkeit nennen. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam