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Physiotherapeut bleibt nach Missbrauchsvorwürfen in U-Haft

Heute, 17:43 · Lesedauer 1 min

Jener 44-jährige Physiotherapeut, der mindestens drei wehrlose bzw. psychisch beeinträchtigte Menschen in betreuten Wohneinrichtungen in Wien sexuell missbraucht haben soll, bleibt in U-Haft. Das bestätigte die Sprecherin des Wiener Landesgerichts für Strafsachen, Christina Salzborn auf Anfrage der APA am Donnerstag. Als Haftgrund wird nach wie vor Tatbegehungsgefahr angenommen. Der Mann war vor rund zwei Wochen festgenommen worden, seit dem 12. März sitzt er in U-Haft.

Die Untersuchungshaft ist laut Salzborn bereits am Montag um einen Monat verlängert worden. Ein psychiatrisches Sachverständigengutachten bezüglich seiner Zurechnungsfähigkeit und Gefährlichkeit sei noch ausstehend, sagte Staatsanwaltschaftssprecherin Nina Bussek am Rande einer Pressekonferenz am Vormittag. Zudem würden noch weitere Daten ausgewertet, erläuterte sie den aktuellen Ermittlungsstand.

Laut Polizei war der 44-Jährige geständig. Er soll über einen längeren Zeitraum zumindest zwei weibliche und einen männlichen Bewohner von betreuten Einrichtungen in Wien im Alter zwischen zwölf und 25 Jahren sexuell missbraucht haben. Bei einer Hausdurchsuchung wurden zudem einschlägige Bilder und Videos gefunden. Mindestens eine städtische Vertragseinrichtung der Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) ist betroffen. Der Mann war dort ein externer Mitarbeiter. Die Übergriffe sollen bei therapeutischen Behandlungen passiert sein.

Zusammenfassung
  • Ein 44-jähriger Physiotherapeut bleibt nach dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von mindestens drei psychisch beeinträchtigten Menschen in Wiener Betreuungseinrichtungen weiterhin in Untersuchungshaft.
  • Die Untersuchungshaft des Mannes wurde bereits am Montag um einen Monat verlängert, da weiterhin Tatbegehungsgefahr besteht und ein psychiatrisches Gutachten zur Zurechnungsfähigkeit noch aussteht.
  • Der Beschuldigte hat laut Polizei die Taten gestanden, die Opfer sind zwischen 12 und 25 Jahre alt, und bei einer Hausdurchsuchung wurden einschlägige Bilder und Videos sichergestellt.