Pfizer-Sprecherin: Wohl öfters Auffrischung gegen Mutationen nötig

16. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Pfizer-Sprecherin Renée Gallo-Daniel sagt im PULS 24 Interview, dass sie sich vorstellen könne, dass künftig der Impfschutz gegen SARS-CoV-2 wegen Mutationen aufgefrischt werden müsse.

Renée Gallo-Daniel, Sprecherin von Pfizer Österreich, vermutet, dass es nach der vollständigen Impfung mit beiden Teilimpfungen wohl auch künftig öfter eine "Booster-Impfung" notwendig sein wird, um den Impfschutz auch gegen neue Varianten bzw. Mutationen des Virus zu gewährleisten. Das würden auch Experten so sehen. Ob dies jährlich geschehen würde, könne man noch nicht sagen.

Dafür könne man wahrscheinlich auch Impfstoff mischen, d.h. eine dritte oder vierte Booster-Impfung von einem anderen Hersteller als dem der ursprünglichen Impfung verwenden. Dies werde wohl sogar die Empfehlung, sagt Gallo-Daniel im Interview mit PULS 24 Anchor Thomas Mohr. Sollte eine Anpassung des Impfstoffs für Mutation notwendig werden, könne man binnen sechs bis acht Wochen anpassen. Die Pfizer-Sprecherin warnt jedoch, dass dann noch die Zulassung erfolgen müsse. Das würde dann natürlich länger dauern. 

Bei der Erstimpfung sollte zwischen erster und zweiter Teilimpfung keine Vermischung von Impfstoffen stattfinden. Die EMA-Zulassung sei auch ausdrücklich für Impfreihen mit jeweils dem selben Impfstoff.

Biontech/Pfizer-Impfstoff für Arztpraxen geeignet

Der Impfstoff, der bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden muss, könne bis zu sechs Stunden bei zwei bis 30 Grad gelagert und transportiert werden, eignet sich laut Gallo-Daniel also sehr wohl für Verimpfung in Arztpraxen oder sogar für Hausbesuche. Die Stadt Wien hatte eine Impfkampagne durch Hausärzte mit Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson geplant. Durch die Lieferschwierigkeiten wackelt der Plan nun allerdings.

Quelle: Redaktion / hos