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Paris: Mann stürmte iranisches Konsulat - festgenommen

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Mit der Attrappe eines Sprengstoffgürtels ist in Paris ein Mann in das iranische Konsulat eingedrungen und hat einen großen Polizeieinsatz ausgelöst.

In Paris war am Freitag ein Polizeieinsatz beim iranischen Konsulat im Gange. Ein Mann soll gegen Mittag gedroht haben, sich in die Luft zu sprengen. Ein Zeuge soll der AFP gesagt haben, dass der Mann unter seinem Mantel eine Granate oder Sprengstoffweste getragen habe. Die Polizei riegelt die Umgebung rigoros ab.

"Kein explosives Material"

Am Abend dann die Entwarnung: Die Polizei habe zwar einen Mann festgenommen, doch es sei "kein explosives Material" gefunden worden - weder am Körper des Mannes noch in seinem Auto oder in dem Gebäude, erklärte die Staatsanwaltschaft Paris am Freitag. Die Polizei nahm den 1963 im Iran geborenen Verdächtigen fest, als dieser freiwillig das Gebäude verließ.

Zuvor dürfte er dort offenbar mit Gewalt gedroht haben, wie es weiter hieß. Mitarbeiter des Konsulats hatten laut Polizei zuvor gemeldet, ein Mann "mit einer Granate oder einer Sprengstoffweste" sei im Gebäude gesichtet worden. Es dürfte sich um eine Attrappe gehandelt haben.

Laut der Präfektur forderte das Konsulat daraufhin einen Polizeieinsatz an. Das im Westen von Paris gelegene iranische Konsulat wurde vollständig abgeriegelt, zahlreiche Polizisten waren auf der Straße zu sehen. Eine nahe gelegene Metro-Station wurde geschlossen, der Verkehr auf zwei Metro-Linien eingestellt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Festgenommene wegen der Entzündung von Autoreifen vor dem Konsulat im Jahr 2023 bereits verurteilt worden. Demnach hätte er am Montag wegen des Falles vor Gericht erscheinen sollen. Ein untergeordnetes Gericht hatte ihn zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt und ihm untersagt, das Gebiet um das Konsulat zu betreten. Er legte Berufung gegen das Urteil ein.

Höchste Warnstufe

Frankreich hat nach einem Anschlag auf einen Konzertsaal in Moskau am 22. März, zu dem sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte, die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und die höchste Alarmstufe ausgerufen.

Der Vorfall in der französischen Hauptstadt ereignete sich vor dem Hintergrund sich zuspitzender Spannungen mit dem Iran im Nahen Osten. Zunächst konnte jedoch kein Zusammenhang festgestellt werden.

ribbon Zusammenfassung
  • Nach der Abriegelung des iranischen Konsulats in Paris wegen einer möglichen Bedrohung haben Polizisten einen Mann festgenommen, bei Durchsuchungen jedoch keinen Sprengstoff gefunden.
  • Es sei "kein explosives Material" gefunden worden - weder am Körper des Mannes noch in seinem Auto oder in dem Gebäude, erklärte die Staatsanwaltschaft Paris am Freitag.
  • Die Polizei nahm den 1963 im Iran geborenen Verdächtigen fest, als dieser freiwillig das Gebäude verließ.
  • Zuvor dürfte er dort offenbar mit Gewalt gedroht hatte, wie es weiter hieß.
  • Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Festgenommene wegen der Entzündung von Autoreifen vor dem Konsulat im Jahr 2023 bereits verurteilt worden. Demnach hätte er am Montag wegen des Falles vor Gericht erscheinen sollen.

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