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Packender Themenabend "ATV Aktuell - Im Fokus: Tor zum Terror. Radikal ohne Rückkehr?" am Mittwoch, 3. November, um 22:25 Uhr

29. Okt 2021 · Lesedauer 3 min

Ein Jahr nach dem Anschlag von Wien geht ATV-Moderatorin Jenny Laimer der (De-)Radikalisierung auf die Spur und spricht mit Expert:innen, Geläuterten und mutmaßlichen Jihadisten. "ATV Aktuell Der Talk - Kampf gegen Terror - Wie sicher ist Österreich?" im Anschluss mit dem Generaldirektor für Öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, dem Terrorexperten Thomas Schmidinger, Georg Bürstmayr, dem grünen Sprecher für Inneres, Sicherheit und Asylpolitik, Opferanwalt Karl Newole und Friedrich Alexander Koenig, Generaldirektor für den Strafvollzug.

Es sind 9 Minuten, die Österreich für immer verändern – so lange feuert am 2. November 2020 ein Terrorist in der Wiener Innenstadt auf Passanten. Die schreckliche Bilanz: 4 Tote, viele Verletzte. Doch wie wurde der 20-jährige Attentäter überhaupt zum radikalen Islamisten? Wie viele Gleichgesinnte leben in Österreich und welche Wege führen hinein und wieder hinaus aus dem Fanatismus? ATV sucht am Mittwoch, den 3. November, um 22:25 Uhr in einem packenden „ATV Aktuell - Im Fokus: Tor zum Terror. Radikal ohne Rückkehr?“ Antworten auf diese Fragen. Ein Jahr nach dem Anschlag geht ATV-Moderatorin Jenny Laimer der (De-)Radikalisierung auf die Spur und spricht mit Expert:innen, Geläuterten und mutmaßlichen Jihadisten.

Die Protagonisten des Themenabends:

Ein junger Aussteiger erzählt, wie er sich dem radikalen Islam angeschlossen hat und warum er als IS-Soldat in Syrien sterben wollte. „Ich wollte nur nach Syrien fahren. Mir wäre es auch wurscht, Irak oder Afghanistan, einfach dort, wo es Krieg gab.“

Eine
mehrfache Mutter und Ehefrau berichtet von dem schlimmsten Fehler ihres Lebens: sie fährt mit ihrer Familie nach Syrien, um im Kalifat glücklich zu werden. Am Ende sitzt sie mehrere Jahre in Haft: „Ich bin nach Syrien gegangen, ich bin zurückgekommen und ich stehe dazu. Es war ein Fehler, ein riesiger Fehler, den ich auch heute noch ausbaden muss und bereue.“

 

  • Dzemal Sibljakovic ist der einzige hauptberufliche muslimische Gefängnis-Seelsorger und betreut auch Insassen, die wegen des Terrorparagraphen verurteilt wurden: „Ich glaube, jeder Mensch hat das Potenzial, radikale Gedanken zu entwickeln.“
  • Salih Seferovic von DeRad, dem Verein der den Attentäter betreut hat. Er gibt einen Einblick ins Deradikalisierungsprogramm in Gefängnissen und kritisiert, dass für die Betreuung während der Haft und danach schlicht die finanziellen Mittel fehlen.
  • Thomas Stompe, Experte für Transkulturelle Psychiatrie, blickt in die Psyche eines Terroristen.
  • Christian Kuhn, katholischer Gefängnis-Seelsorger. In Österreich sitzen hundert Insassen, die wegen des Terrorparagraphen verurteilt wurden. Nachdem es nur wenige muslimische Seelsorger gibt, wenden sich viele Insassen auch an den katholischen Gefängnis-Seelsorger.
  • Nikolaus Rast: der Anwalt hat den Attentäter von Wien 2019 vor Gericht vertreten. „Das war damals ein Jugendlicher, der war keine zwanzig Jahre alt, der diese Flausen im Kopf hatte: Ich will nach Syrien.“ Rast hätte es nie für möglich gehalten, dass sein Klient später zum Mörder wird. Er vermutet, dass er erst in Strafhaft radikal wurde.


„ATV Aktuell Der Talk - Kampf gegen Terror - Wie sicher ist Österreich?“ im Anschluss

ATV-Moderator Meinrad Knapp diskutiert gleich im Anschluss mit einer hochkarätigen Runde. Zu Gast sind unter anderem Terrorexperte Thomas Schmidinger, Opferanwalt Karl Newole, Franz Ruf, Generaldirektor Öffentliche Sicherheit, Georg Bürstmayr, Sprecher Inneres, Sicherheit und Asylpolitik (Die Grünen) und Friedrich Alexander Koenig, Generaldirektor für den Strafvollzug.

„ATV Aktuell - Im Fokus: Tor zum Terror. Radikal ohne Rückkehr?“ am Mittwoch, 3. November, ab 22:25 Uhr auf ATV.

Quelle: Redaktion / coco