APA/APA/AFP/LUCA SOLA

Omikron-Variante möglicherweise weniger gefährlich als Delta

22. Dez. 2021 · Lesedauer 2 min

In Südafrika bestätigt eine neue Studie den eher milden Krankheitsverlauf der Coronavirus-Variante Omikron.

Nach Auswertung von bis Ende November vorliegenden Daten ergibt sich demnach eine bis zu 80 Prozent geringere Chance, zur Behandlung ins Krankenhaus zu müssen. "Die sehr ermutigenden Daten deuten stark auf eine geringere Schwere der Omikron-Infektionswelle hin", sagte Cheryl Cohen von Südafrikas Nationalem Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) am Mittwoch.

Sie warnte jedoch, dass es sich noch um relativ frühe Daten handelt und weitere Studien nötig seien. Die geimpften Omikron-Patienten hätten zudem eine 70-prozentige Chance, einer Behandlung auf der Intensivstationen zu entgehen.

Warnung vor voreiligen Schlüssen

Paul Hunter, Professor an der britischen University of East Anglia, warnt allerdings vor voreiligen Schlüssen. Eine Schwäche der Studie sei, dass die Omikron-Daten aus den Monaten Oktober und November mit Delta-Daten aus einem früheren Zeitraum (April bis November) verglichen würden, sagt Hunter. Ein Grund für die Unterschiede könnte die inzwischen höhere Immunität der Bevölkerung sein.

Mit Einsetzen der Sommerferien in Südafrika verbreitet sich die neue Coronavirus-Variante Omikron dort nun zwar landesweit - scheint aber im bisherigen Epizentrum rund um die Städte Johannesburg und Pretoria (Gauteng-Provinz) an Dynamik zu verlieren. "Ja, die Fallzahlen in der Gauteng-Provinz sinken seit über eine Woche - ich denke daher, dass wir dort den Höhepunkt der vierten Welle hinter uns haben", sagte Cohen. Es sei aber noch zu früh, um von einem landesweiten Erreichen des Höhepunkts der vierten Infektionswelle zu sprechen.

Omikron dominiert

In Südafrika dominiert die Omikron-Variante das Infektionsgeschehen. Der Großraum um die Metropole Johannesburg und die Hauptstadt Pretoria hatte bei den täglichen Neuinfektionen landesweit zeitweise einen Anteil von bis zu 80 Prozent gehabt. Allerdings liegt die Zahl der Krankenhauseinweisungen deutlich unter denen vorangegangener Infektionswellen. Auch die Zahl der Aufenthalte im Hospital sank deutlich auf im Schnitt drei bis vier Tage, so die Studie.

Quelle: Agenturen