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Null-Toleranz gegen Randalierer: Polizei-Großaufgebot zu Silvester

30. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach Ausschreitungen bei Halloween-Partys heuer in Linz und vor zwei Jahren zu Silvester in Wien-Favoriten schickt die Polizei zu Silvester 1.000 zusätzliche Polizisten in Uniform und zivil in den Einsatz. Ein weiterer Fokus der Beamten liegt auf verbotener Pyrotechnik.

Besonders auf Krawalle und den Einsatz illegaler Pyrotechnika will man österreichweit vorbereitet sein.

Silvesterpfad-Comeback in Wien 

In Wien findet heuer nach zwei Jahren coronabedingter Pause wieder der Silvesterpfad statt. Nicht zuletzt dadurch erhofft sich der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl eine Kanalisierung der Menschenmengen in die Innenstadt. Das wiederum soll es den Beamten in der Hauptstadt erleichtern, die Feiern zu überwachen. Pürstl kündigte Null-Toleranz für Randalierer an.

Pürstl: Lückenlose Kontrolle unmöglich

Der Polizeipräsident warnte, dass das Pyrotechnikverbot rigoros durchgesetzt wird. Bereits im Vorfeld hätten die Beamten viele pyrotechnische Gegenstände sichergestellt, darunter ein großer Anteil von in jedem Fall illegalem Material.

In der Nacht auf Samstag entdeckten Beamte des Stadtpolizeikommandos Brigittenau bei einem Planquadrat 25 Stück Knallkörper ohne CE-Kennzeichnung. In Floridsdorf fanden Uniformierte nicht nur illegale Böller und Raketen, sondern bei einem Zwölfjährigen auch zwei Messer und eine Machete.

Die Wiener Polizei hat vor Silvester zahlreiche verbotene pyrotechnische Gegenstände sichergestellt.

Die Wiener Polizei hat vor Silvester zahlreiche verbotene pyrotechnische Gegenstände sichergestellt 

Die Polizisten kontrollierten am Bahnhof Floridsdorf aus dem benachbarten Ausland kommende Züge. Bei dieser Aktion stellten sie 73 Stück illegale Pyrotechnik der Kategorie F3, 106 Stück der Kategorie F4 und drei Stück der Kategorie T1 sicher. Bei dem Planquadrat im 20. Bezirk wurden neun Anzeigen und fünf Strafverfügungen nach dem Pyrotechnikgesetz verhängt 

Das gebe "Anlass zur Sorge", dass viel Pyrotechnik auch eingesetzt wird. "Es ist klar, dass wir nicht lückenlos kontrollieren können", räumte Pürstl ein. Er sagte aber, dass das Augenmerk auf schweren Übertretungen - zum Beispiel schwere Gefährdungen von Menschen oder Sprengungen von Telefonzellen oder Postkästen - gelegt werde.

Treffen würden in sozialen Netzwerken diskutiert, es gab bis Donnerstag aber keine konkreten Hinweise auf Verabredungen an möglichen Brennpunkten, betonte der Polizeipräsident. "Aber wir wissen, dass solche Verabredungen sehr kurzfristig getroffen werden", ergänzte Pürstl.

Neujahrskonzert im Fokus

Besonderes Augenmerk legen die Sicherheitskräfte auch auf das Neujahrskonzert am Sonntagvormittag im Wiener Musikverein, da Störaktionen befürchtet werden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam