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Kottingbrunn

Ehepartnerin in NÖ erstochen: Noch keine Einvernahmen

Heute, 08:58 · Lesedauer 1 min

Nach der Messerattacke eines 66-Jährigen auf seine gleichaltrige Ehefrau am Montagnachmittag in Kottingbrunn (Bezirk Baden) laufen Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes.

Der Mann ist nach Angaben von Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, festgenommen worden. Er befand sich ebenso wie das Opfer weiterhin in einem Krankenhaus. Einvernahmen der Ehepartner sind noch nicht möglich gewesen.

Mann soll Tat in E-Mails angekündigt haben

Laut Habitzl wurden der Frau Stichwunden im Bauchbereich zugefügt. Tatwaffe war nach Polizeiangaben vom Montag ein Messer. Der Beschuldigte soll nach der Attacke auf seine Partnerin versucht haben, sich selbst zu töten. Er weist dem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge ebenfalls Verletzungen im Bauchbereich auf.

Ein U-Haft-Antrag gegen den 66-Jährigen war am Dienstag noch nicht gestellt. Der Mann soll die Tat in E-Mails an verschiedene Stellen angekündigt haben. Die Ermittlungen zum Motiv dauerten an.

Birgit Borns, Sprecherin des Landesgerichts Wiener Neustadt, bestätigte Medienberichte, dass der 66-Jährige wegen Untreue und betrügerischer Krida rechtskräftig zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilt worden ist. Die Aufforderung zum Strafantritt sei im vergangenen Dezember abgeschickt worden.

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Frauenhaus-Notruf: 05 77 22
Männerberatung Wien: 01/603 28 28
Rat auf Draht - Hilfe für Kinder & Jugendliche: 147
Im Fall von akuter Gewalt: Polizei-Notruf 133

Zusammenfassung
  • Ein 66-jähriger Mann attackierte am Montagnachmittag in Kottingbrunn seine gleichaltrige Ehefrau mit einem Messer und verletzte sie mit Stichwunden im Bauchbereich schwer.
  • Der Verdächtige wurde festgenommen, beide Ehepartner befinden sich im Krankenhaus, und Einvernahmen waren bislang nicht möglich.
  • Gegen den Mann, der die Tat in E-Mails angekündigt haben soll und wegen Untreue sowie betrügerischer Krida rechtskräftig zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, war am Dienstag noch kein U-Haft-Antrag gestellt.