Nicht mit Maske in die Klasse: Hier gibt's die Erklärung zum Unterschreiben

03. Sept 2021 · Lesedauer 3 min

Lehrergewerkschafter Thomas Bulant kritisiert, dass Vorbereitungen für das neue Schuljahr wieder verschlafen wurden und dass viele Schüler am ersten Schulstart mit Maske in der Klasse sitzen könnten, weil Einverständniserklärungen der Eltern für das Testen fehlen. Wer noch kein Formular dazu zu Hause hat, kann es in diesem Artikel herunterladen.

Prinzipiell könnte man sich auf den Schulstart vorbereiten, so der Vorsitzende der Pflichtschullehrergewerkschaft, Thomas Bulant, denn der Erlass dazu sei da. Allerdings sei man mit der Ausgabe der Einverständniserklärung, dass Kinder unter 14 getestet werden dürfen, zu spät dran. Wäre diese schon im Juni mit dem Zeugnis ausgegeben worden, hätten die Eltern sie schon. Man hätte sicher schon früher gewusst, dass die Formulare vom vergangenen Jahr ausgelaufen und damit ungültig sind. Ab kommender Woche brauche man eine neue. 

Erster Schultag ungetestet und mit Maske?

Schülerinnen und Schüler, die das Formular nicht unterschrieben mitbringen, sitzen am Montag mit einem Mund-Nasen-Schutz in der Klasse. Das sei sicherheitstechnisch eine "Minimalvariante", so Bulant. Die Tests können dann erst am Dienstag oder Mittwoch nachgemacht werden. Er hofft, dass Tageszeitungen in der Wochenendausgabe die Einverständniserklärung abdrucken. Auch PULS 24 hilft mit. Sie können den Schrieb direkt hier unter dem Titel "Einverständniserklärung für die selbständige, regelmäßige Durchführung von COVID-19-Schnelltests an der Schule während des Schuljahres 2021/22"  downloaden und ausdrucken. 

"Stofffetzen" statt FFP2-Maske

Der Gewerkschafts-Chef kritisiert, dass das Wort "FFP-2-Maske" in der Verordnung fürs kommende Schuljahr nicht mehr vorkommt. "Es ist unverständlich, dass man hier auf einen Stofffetzen, nämlich auf den Mund-Nasen-Schutz, setzt und nicht auf die bessere Schutzmaßnahme, nämlich auf die FFP2-Maske." Die Verantwortlichen hätten dafür zu sorgen, dass es für die Bediensteten und die Schülerinnen "einen optimalen Schutz" gibt. Es sei "wirklich schade", dass man den Sommer schon wieder nicht für Vorbereitungen genützt habe. Man hätte neuen Schulraum anmieten und mehr Lehrpersonal organisieren können. Abstand halten sei die sicherste Maßnahme, das sei im vorigen Schuljahr durch Schichtbetrieb gewährleistet worden. Bevor Schulen wieder zusperren müssen, wäre das eine Alternative.

Politik schiebt Verantwortung ab

Es hätte "keine Aktivitäten" gegeben, optimalen Schutz zu bieten. "Dort wo's dann ums Geld geht oder wo die Politik am Ende ihres Lateins ist, wird die Verantwortung an die Schulen abgeschoben." Das sei nicht in Ordnung. Die Impfquote bei Lehrern sei sehr hoch, Bulant geht von 80 Prozent und damit dem Erreichen der "Herdenimmunität" aus. "Warum man hier die Daten noch immer nicht bereit stellen kann, warum man das der Öffentlichkeit nicht mitteilen kann, wie hoch die Impfquote ist, ist entweder politische Absicht oder Dilettantismus." 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam