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Nach Linzer Amokfahrt: Suche nach bedrohtem Autofahrer

10. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Einen Tag nach der Amokfahrt eines Irakers durch Linz hat die Polizei am Dienstag noch den Fahrer eines weißen Kastenwagens gesucht, der von dem Verdächtigen mit einem Sturmgewehr bedroht worden war.

Mit dem Transporter hatte der 41-Jährige offenbar seine Flucht fortsetzen wollen, wurde jedoch von Polizisten festgenommen. Voraussichtlich am Abend soll der mutmaßliche Täter in die Justizanstalt überstellt werden, informierte die Polizei.

Montagfrüh soll der Iraker vermutlich aus Eifersucht seine 42-jährige Frau in ihrer Wohnung mit zwei Messerstichen schwer verletzt haben - er ergriff daraufhin die Flucht. Zunächst fuhr er zur Arbeitsstätte der Rumänin und bedrohte dort den vermeintlichen Nebenbuhler mit zwei Messern.

Amokfahrer entreißt einem Polizisten Sturmgewehr

Anschließend raste er mit einem Leihwagen durch Linz und fuhr bei einer Straßensperre direkt in eine 21-jährige Polizistin und einen 26-jährigen Polizisten. Dem schwer verletzten Beamten entriss er das Sturmgewehr. Damit bedrohte er einen anderen Autofahrer und schnappte sich sein Auto.

Kurze Zeit später baute er mit diesem wieder einen Unfall. Erneut ging er mit dem Sturmgewehr auf ein Fahrzeug zu, um vom Fahrer die Herausgabe des Transporters zu erzwingen. Dabei dürfte der Verdächtige auch zweimal geschossen haben, wie ein Video nahelegt. Die Person hinter dem Steuer des weißen Kastenwagens konnte entkommen, als Polizisten mehrere Schüsse abgaben, um so den 41-Jährigen zum Aufgeben zu zwingen.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei bittet, dass sich der bedrohte Fahrer oder Fahrerin bei einer Dienststelle meldet. Bis Dienstagnachmittag wusste die Exekutive noch nichts über die Identität. Ebenfalls war noch unklar, ob bei der Messerattacke auf seine Frau deren Tochter in der Wohnung war. Am Nachmittag sollte die Rumänin, die am Montag operiert worden war, im Krankenhaus befragt werden.

Auch der Verdächtige wurde noch weiter einvernommen. Bisher dürfte er alles leugnen. Schon öfters war er jedenfalls wegen Gewalt an Frauen aufgefallen. Dafür hatte der seit 2011 in Österreich lebende Iraker auch schon eine teilbedingte Haftstrafe ausgefasst.

Quelle: Agenturen