Nach Après-Ski-Partyvideo: Kritik an Strafrahmen

18. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Kitzbüheler Polizei hat laut Medienberichten die Überprüfung zum Sachverhalt des Party-Videos von Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner abgeschlossen. Nach einem ähnlichen Video aus dem Zillertal, kritisiert nun die Behörde den Strafrahmen dieser Verstöße.

Nach Bekanntwerden eines Videos, das Gäste in einem Kitzbühler Après-Ski Lokal beim Feiern zeigt, sei die Überprüfungen zum Sachverhalt abgeschlossen, wie Bezirkskommandant Martin Reisenzein gegenüber dem "Kurier" berichtet. Man wisse bereits, wo das Video aufgezeichnet wurde, und habe den Sachverhalt zur Anzeige gebracht.

Der Lokalbetreiber habe gegenüber den Beamten zugegeben, dass das Video am vergangenen Samstag, den 15. Jänner, entstanden sei. Dem Wirt sei "die Situation entglitten", sagt Reisenzein dem "Kurier".

Wirt und Gschwandtner drohen Anzeige

Laut dem Bezirkskommandanten müsse nun sowohl der Wirt wie auch Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner mit einer Anzeige rechnen. Gschwandtner postete das Party-Video. Darin ist zu sehen, wie Menschen ohne Masken an der Bar und teils auf Tischen tanzend Après-Ski gefeiert hatten. Beiden drohen nun Strafen für Verstöße gegen die Corona-Auflagen. Das Verwaltungsstrafverfahren läuft über die Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel.

Zudem könnte der Lokalbetreiber bereits erhaltene Hilfsgelder zurückzahlen müssen, heißt es dazu im "Kurier". Das Lokal hat 2021 vom Staat über 137.000 Euro an Corona-Hilfen erhalten.

Kritik an Strafrahmen

Neben dem Kitzbüheler Video, soll auch ein Video aus Penken in Mayrhofen kursieren, dass ebenfalls eine überfüllte Bar zeigt. Auf der Aufnahme zu sehen, sind Personen, die ohne Mindestabstand oder FFP2-maske zu lauter Musik tanzen. Laut "Standard" sei das Video am 13. Jänner nachmittags entstanden.

Ermittlungen der Bezirkshauptmannschaft Schwaz seien bereits im Gange, heißt es in dem Artikel. "Wir kontrollieren laufend und streng. Wenn wir von solchen Vorfällen wissen, werden Lokale noch engmaschiger besucht", wird Bezirkshauptmann Michael Brandl zitiert. Bei diesen Vorfällen handle es sich laut Brandl allerdings um "Einzelfälle". Dennoch kritisiere er, dass manche Betriebe eine Strafe von bis zu 3.600 Euro in Kauf nehmen würden. Das spreche dafür, dass das Strafrahmen für solche Verstöße zu niedrig sei, so Brandl im "Standard".

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea