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Mutter soll Sohn gequält haben: Prozess endet mit Diversion

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Am Landesgericht Eisenstadt hat sich am Montag eine Frau verantworten müssen, die ihren Sohn verbal gequält haben soll. Ans Tageslicht kamen die Vorfälle durch einen Sorgerechtsstreit mit dem Kindsvater.

Die Angeklagte gestand vor Gericht die vorgeworfenen Aussagen ihrem Kind gegenüber und begründete dies damit, dass sie stark unter Druck stand. Ihre Verteidigerin betonte, dass es zu keinen Handgreiflichkeiten gekommen sei. Das Verfahren endete mit einer Diversion.

Der Burgenländerin wurde vorgeworfen, ihrem siebenjährigen Kind im Vorjahr wiederholt durch verbale Bedrohungen und Beschimpfungen seelische Qualen zugefügt zu haben. Dies gestand die 36-Jährige vor der Richterin auch ein. "Mir tut das furchtbar leid, ich schäme mich sehr dafür", so die Angeklagte. Der Vater des gemeinsamen Kindes habe sie unter Druck gesetzt: "Er terrorisiert uns, er steht vor der Wohnung (...) Er lässt uns seit drei Jahren nicht in Ruhe."

"Immer bei ihm entschuldigt"

Warum sie ausgerechnet gegenüber ihrem eigenen Kind so einen Umgangston pflegte, wollte die Richterin wissen, konnte sie aber nicht erklären: "Wenn ich es rückgängig machen könnte, würde ich es tun. Ich habe mich auch immer bei ihm entschuldigt und mit ihm besprochen, dass das nicht in Ordnung war." Es sei ihr bewusst, dass dies seelische Qualen für das Kind gewesen seien.

Der Bub war zwischenzeitlich fremd untergebracht, lebt aber aktuell wieder bei der Mutter mit wöchentlicher Familienintensivbetreuung. Die Frau nimmt inzwischen Elternberatung und Psychotherapie für sich in Anspruch. Beides muss sie auch weiterhin besuchen und zusätzlich bekommt sie Bewährungshilfe. Sollte sich in den nächsten zwei Jahren etwas ereignen, wird das Verfahren wieder aufgenommen, erklärte die Richterin. Zusätzlich muss die Mutter dem Sohn 1.000 Euro Schadenswiedergutmachung bezahlen.

Hintergrund der Causa ist ein intensiv geführter Sorgerechtsstreit, in Zuge dessen die neue Lebensgefährtin des Mannes ein Aufnahmegerät in Stofftiere eingenäht haben soll. So kam es zu Aufnahmen im Haushalt der Mutter. Diese wurden am Montag im Prozess nicht vorgespielt oder verlesen.

ribbon Zusammenfassung
  • Am Landesgericht Eisenstadt hat sich am Montag eine Frau verantworten müssen, die ihren Sohn verbal gequält haben soll.
  • Ans Tageslicht kamen die Vorfälle durch einen Sorgerechtsstreit mit dem Kindsvater.
  • Die Angeklagte gestand vor Gericht die vorgeworfenen Aussagen ihrem Kind gegenüber und begründete dies damit, dass sie stark unter Druck stand.
  • Ihre Verteidigerin betonte, dass es zu keinen Handgreiflichkeiten gekommen sei. Das Verfahren endete mit einer Diversion.

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