APA/APA/dpa/Angelika Warmuth

Münchner Wirte werben für erstes Oktoberfest seit Corona

11. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Kein Platz für Zweifel - zwei Monate vor dem Münchner Oktoberfest zeigen die Wiesnwirte Zuversicht pur: "Ja, die Wiesn 2022 findet statt!", sagte Wirtesprecher Peter Inselkammer am Montagabend in München bei der Vorstellung des traditionellen Wirtekrugs.

"Die Gäste wollen alle kommen. Die Reservierungsanfragen sind enorm." Das Bier ist eingebraut, das Personal weitgehend rekrutiert, der Aufbau der Zelte läuft.

Fest wird stattfinden 

"Wir wollen, dass das Fest stattfindet", sagt auch der zweite Wirtesprecher Christian Schottenhamel. Es mache keinen Sinn, sich jetzt Gedanken über alle Eventualitäten zu machen, heißt es bei den Wirten unisono. Sie gehen nicht davon aus, dass die drohende Gaskrise dem Volksfest zum Verhängnis werden könnte. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gas für Essen und Trinken abgestellt wird", sagt Schottenhamel. Die Wirte werden dieses Jahr aber auf gasbetriebene Heizstrahler verzichten.

Frage der Energie 

Knapp 201.000 Kubikmeter Gas und rund 2,9 Millionen Kilowattstunden Strom wurden auf dem Fest laut Stadt München 2018 verbraucht - letzteres entspreche dem Jahresbedarf von 1.200 Haushalten, rechnete die "Süddeutsche Zeitung" kürzlich vor.

Die Wiesn-Stadträtin Anja Berger (Grüne) glaubt dennoch nicht, dass das Volksfest an der Energieversorgung scheitern könnte. "Ich glaube, dass es Lösungen geben wird." Auch der Münchner Wirtschaftsreferent und Festleiter Clemens Baumgärtner (CSU) bleibt trotz steigender Inzidenzen und drängender Energiefragen ungebrochen optimistisch. "Wir bereiten uns darauf vor, dass die Wiesn stattfindet".

Bier wird (erneut) teurer

Die Entscheidung, dass die Wiesn 2022 stattfinden soll, hatte Münchens Bürgermeister Dieter Reiter (SPD) Ende April verkündet. Anfang Juni teilte die Stadt München auch mit, wie viel die Wirte für die traditionelle Maß Bier (ein Liter) verlangen werden. Der Preis soll zwischen 12,60 und 13,80 Euro, also um 15,77 Prozent höher als bei der letzten Wiesn im Jahr 2019. Coronabedingt war das Oktoberfest zwei Jahre lang ausgefallen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / foj