Moder: Erste Teilimpfung allein schützt nur zu 30 Prozent gegen Delta

05. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Molekularbiologe Martin Moder spricht im PULS 24 Interview über die Delta-Variante und was diese für die Impfung bedeutet.

Ist die neue Delta-Variante des Coronavirus gefährlicher als die bisherigen Mutanten? Das kommt darauf an, um welchen Kontext es geht, erklärt Molekularbiologe Martin Moder im Gespräch mit PULS 24 Anchor René Ach. Aktuelle Studien lassen darauf schließen, dass die Delta-Variante rund 60 Prozent ansteckender ist als die bisher dominante Alpha-Variante (die erstmals in Großbritannien auftauchte). Deshalb breitet sie sich aktuell auch in Ländern stark aus, die beim Impfen eigentlich schon sehr weit sind - wie Großbritannien oder Israel.

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Das gilt aber nur, sofern man nicht durch die Impfung vollimunisiert ist. Auch die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs ist größer, wenn man ungeimpft ist. Allerdings schützt auch eine Teilimpfung nicht ausreichend gegen die Delta-Variante.

Während bei der Alpha-Variante bereits die erste Impfdosis mit knapp 50 Prozent schon sehr wirksam gegen das Virus war, liegt die Wirksamkeit bei der Delta-Variante nur bei etwa 30 Prozent, warnt Moder. "Das ist schon ein ziemlicher Abfall", so der Molekularbiologe.

Nach der zweiten Teilimpfung ist der Immunschutz aber nahezu gleich hoch wie bei früheren Virusvarianten. Durch die Delta-Variante sinkt der Impfschutz der Vollimmunisierung von 88 Prozent auf 80 Prozent herab. Besonders wichtig: "Der Schutz vor einem schwere Verlauf ist im Grunde genauso gut wie bei der Alpha-Variante", betont Moder.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos