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Mitte November höchste Zahl an Todesfällen seit 1978

03. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Die Corona-Pandemie schlägt sich auch in der offiziellen Sterbefallstatistik nieder - und zwar deutlich. Für die Woche vom 16. bis 22. November hat die "Statistik Austria" am Donnerstag 2.431 Todesfälle gemeldet.

Seit 1978 sind in einer einzigen Woche nicht mehr so viele Menschen gestorben wie in diesem Jahr. Damals (vom 20. bis 26. Februar) waren es 2.516 Tote. In Summe sind heuer in den ersten 47 Wochen 77.662 Personen gestorben - um 6,5 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019.

Die am Donnerstag für die 47. Kalenderwoche 2020 gemeldeten 2.431 Todesfälle liegen um 58 Prozent über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die "Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit" (AGES) weist für diese Woche 568 Todesfälle mit einer Covid-Infektion aus. Den höchsten Wert in der jüngsten Vergangenheit gab es Anfang 2017 mit 2.340 Todesfällen (9. bis 15. Jänner). Damals grassierte eine besonders heftige Grippewelle in Österreich.

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Männer stärker betroffen als Frauen

In den ersten 47 Wochen 2020 betraf der Zuwachs bei den Sterbefällen Männer (mit plus 9,4 Prozent) deutlich stärker als Frauen (plus 3,9 Prozent). Das teilte "Statistik Austria"-Generaldirektor Tobias Thomas in einer Aussendung mit.

Der Auswertung zufolge gab es zwar schon in der ersten Aprilhälfte sowie ab Mitte September einige Kalenderwochen, in denen die Sterbefälle leicht über der Bandbreite der vergangenen fünf Jahre lagen. Eine "besorgniserregende Entwicklung" macht die "Statistik Austria" aber erst ab 19. Oktober aus, wo ein wöchentlicher Anstieg der Sterbefälle verzeichnet wird.

Quelle: Agenturen / apb