APA/GEORG HOCHMUTH

Minus 16,1 Grad - Schwarzau im Freiwald als Kältepol

09. Jan. 2026 · Lesedauer 3 min

Das eisige Winterwetter hat Österreich weiter fest im Griff und vielerorts konnte sich auch über Neuschnee gefreut werden: Der Kältepol des Landes lag in der Nacht auf Freitag in Schwarzau im Freiwald auf 788 Metern Seehöhe. In der Ortschaft in der Gemeinde Moorbad Harbach im Bezirk Gmünd in Niederösterreich erreichte das Thermometer laut Geosphere Austria minus 16,1 Grad. An zweiter Stelle kam Zwettl mit minus 14,2 Grad.

Danach folgte Kleinzicken im Burgenland, das genauso wie Güssing im gleichen Bundesland minus 13,6 Grad erreichte. Die Wetterstation in Brunnenkogel in Tirol auf 3.437 Meter Seehöhe registrierte minus 13,5 Grad vor Bad Radkersburg in der Steiermark, wo es auf 207 Metern Seehöhe minus 13,3 Grad erreichte.

Über eine angezuckerte Bundeshauptstadt konnten sich Freitagfrüh zum Aufstehen nicht nur die Wienerinnen und Wiener freuen, auch wenn der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas langsamer stattfand. Die Wiener Linien berichteten Freitagvormittag von witterungsbedingten Störungen bei allen Straßenbahnen und Bussen in ganz Wien. Ein Ende sei aktuell nicht absehbar, hieß es. Die Menschen sollten auf U-Bahnen ausweichen.

Am Pitztaler Gletscher in Tirol auf 2.864 Metern Seehöhe liegt zwischenzeitlich 130 Zentimeter Schnee, Freitagfrüh 20 Zentimeter mehr als noch am Vortag. In Galzig im gleichen Bundesland gab es innerhalb von 24 Stunden 28 Zentimeter Neuschnee. Dort liegt nun auf 2.079 Metern Seehöhe 128 Zentimeter Schnee. In Warth in Vorarlberg fielen auf 1.478 Metern Seehöhe 25 Zentimeter und verdoppelten damit die Schneemenge innerhalb eines Tages. In Sankt Anton am Arlberg in Tirol auf 1.304 Metern liegt nun 30 Zentimeter mehr an weißer Pracht als noch am Donnerstag. Insgesamt wurde eine Schneehöhe von 38 Zentimetern gemessen.

Unter 1.000 Meter konnten sich Reutte (15 Zentimeter, plus zehn) und Hochfilzen in Tirol (19 Zentimeter, plus zehn) über Neuschnee freuen. In Kufstein fielen sogar zwölf Zentimeter innerhalb eines Tages, wie die Geosphere berichtete. In St. Johann im Salzburger Pongau liegt zehn Zentimeter mehr Schnee als am Donnerstag, insgesamt 17 Zentimeter. In Aigen im Ennstal in der Steiermark konnte ein Plus von 14 Zentimetern wahrgenommen werden, zuvor lag dort noch gar kein Schnee.

Erhöhte Lawinengefahr in Teilen Tirols und Vorarlbergs

Das Wetter zieht auch viele Wintersportler in die Natur. Besonders in Teilen Tirols und Vorarlbergs sollten die Skifahrer und Tourengeher aber auf erhöhte Lawinengefahr achten. Konkret bezieht sich das auf die Weißkugelgruppe, das Kühtai, das Sellrain und Teile der Lechtaler Alpen, wo jeweils ab der Waldgrenze erhebliche Lawinengefahr herrscht. Dasselbe gilt für das Samnaun, das Verwall und die östliche Silvrettra.

Zusammenfassung
  • In Schwarzau im Freiwald wurden in der Nacht auf Freitag mit minus 16,1 Grad die tiefsten Temperaturen Österreichs gemessen, gefolgt von Zwettl mit minus 14,2 Grad.
  • Neuschneemengen sorgten für winterliche Verhältnisse: Am Pitztaler Gletscher lagen Freitagfrüh 130 Zentimeter Schnee, in Galzig fielen innerhalb von 24 Stunden 28 Zentimeter und in Warth verdoppelte sich die Schneemenge durch 25 Zentimeter Neuschnee.
  • In Teilen Tirols und Vorarlbergs besteht ab der Waldgrenze erhebliche Lawinengefahr, Wintersportler werden insbesondere in Gebieten wie der Weißkugelgruppe, Kühtai und den Lechtaler Alpen zur Vorsicht aufgerufen.