Mindestens 23 Tote nach U-Bahn-Unglück in Mexiko-Stadt

04. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

In Mexiko-Stadt sind beim Einsturz einer U-Bahnbrücke zahlreiche Menschen ums Leben gekommen und weitere verletzt worden.

In Mexiko-Stadt sind beim Einsturz einer U-Bahnbrücke mindesten 23 Menschen ums Leben gekommen und 49 weitere verletzt worden. Unter den Toten seien auch Kinder, teilte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum mit. Zusammen mit den Trümmern seien auch Waggons eines Metro-Zugs der Linie 12 auf die darunterliegende Straße gestürzt, sagte Sheinbaum am Dienstag. Ein Auto sei unter den Trümmern begraben. Rettungskräfte suchten nach Überlebenden.

Bürgermeisterin Sheinbaum schrieb auf Twitter, sie sei unterwegs zum Ort des Vorfalls am Bahnhof Olivos am südöstlichen Rand der Metropole. Ein Teil der Brücke habe nachgegeben. Am Unglücksort versammelten sich auch viele Passanten. Wegen der instabilen Lage des Zugs mussten die Rettungsarbeiten laut Sheinbaum vorübergehend unterbrochen werden.  

Ein dramatisches Video des Lokalsenders Milenio TV zeigt, wie die Brücke gegen 22.30 Uhr Ortszeit in der Nähe der Station Olivos im Südosten der mexikanischen Hauptstadt auf einen Strom von Autos stürzte und dabei dichte Staub- und Schuttwolken aufwirbelte. Andere Bilder zeigen mindestens zwei Zugwaggons, die gefährlich von der kollabierten Überführung herab hängen, während Feuerwehrleute und Sanitäter zunächst mit Leitern versuchen, die Waggons zu erreichen. Ein Kran wurde herangeschafft, um die Waggons zu stabilisieren, damit die Retter ihre Arbeit wieder aufnehmen konnten, wie Sheinbaum erläuterte. Es sehe so aus, dass ein Träger nachgegeben habe, als die U-Bahn über die Brücke gefahren sei. Die genaue Unglücksursache müsse aber noch untersucht werden.

Anrainer hatten Berichten zufolge bereits vor Jahren Schäden an Pfeilern entlang der Strecke der U-Bahnlinie 12 angeprangert. Es hatte demnach auch Vorwürfe der Korruption beim Bau der Strecke gegeben. Im Jahr 2014, nicht lange nach der Einweihung der Linie 12, war der Betrieb für Reparaturen monatelang unterbrochen worden.

Quelle: Agenturen