APA - Austria Presse Agentur

Milchprodukte werden teurer

13. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

In einem Interview kündigt NÖM-Chef Alfred Berger u.a. an, dass zum ersten Mal unterschiedliche Preise für unterschiedliche Joghurtsorten eingeführt werden.

Der Weltmarktpreis für Milch steigt, schlechte Früchteernten in den großen Anbauländern, weniger Kerosinverbrauch und teure Rohstoffe. Diese Melange sorgt für höhere Ausgaben und für Forderungen der Molkereien, die Preise über das gesamte Sortiment zu steigern. Das bestätigt NÖM-Chef Alfred Berger im Interview mit dem "Kurier".

Laut ihm haben sich die "Preise für Himbeeren und Brombeeren (…) verdoppelt und verdreifacht". Schuld daran seien schlechte Ernten, "die Früchte sind quasi an den Stauden verbrannt". Das würde das Unternehmen mehr als eine halbe Millionen Euro kosten. Man müsse reagieren "und zum ersten Mal überhaupt unterschiedliche Preise für unterschiedliche Joghurtsorten einführen".

Joghurt und Kerosin

Auch die Preise für die Becher seien doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr. Becher sind ein "Nebenprodukt der Kerosinerzeugung". Da weniger geflogen wurde, wurde weniger Kerosin produziert, damit fehlt das Nebenprodukt (Polymere). Jetzt wird dieses extra produziert und sei Mangelware. Auch Paletten – davon bewegt NÖM etwa 700.000 Stück im Jahr – kosten mittlerweile mehr als 20 Euro im Vergleich zu etwa sieben Euro vor einem Jahr.   

Quelle: Redaktion / moe