APA/APA (AFP)/HANDOUT

Mehr als 11.000 Corona-Infizierte und 158 Tote in Österreich

Mehr als 11.000 Menschen sind in Österreich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 158 Personen davon starben mit dem Virus in ihrem Körper, 1.057 lagen in Spitälern, 227 davon auf Intensivstationen. Laut der Bundesbehörde AGES wird sich bald ein Prozent der heimischen Bevölkerung, rund 90.000 Menschen, angesteckt haben. Verwirrung gab es indes um das Datum des ersten Falls in Ischgl.

Mehr als 11.000 Menschen sind in Österreich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 158 Personen davon starben mit dem Virus in ihrem Körper, 1.057 lagen in Spitälern, 227 davon auf Intensivstationen. Laut der Bundesbehörde AGES wird sich bald ein Prozent der heimischen Bevölkerung, rund 90.000 Menschen, angesteckt haben. Verwirrung gab es indes um das Datum des ersten Falls in Ischgl.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) korrigierte am späten Nachmittag die Angaben zur Infektionskette in Ischgl von einer Pressekonferenz am Vormittag. Demnach habe es einen Eingabefehler gegeben. Die angeblich erste diagnostizierte Corona-Patientin in Ischgl war demnach erst am 5. März und nicht wie zunächst verlautbart am 5. Februar im Tiroler Skiort im Paznaun gewesen. Der "erste gesicherte Corona-Fall" in Tirol betrifft damit laut Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) eine einheimische Kellnerin. Zuvor war irrtümlich angegeben worden, dass eine Kellnerin aus der Schweiz bereits am 5. Februar die sogenannte Patientin Null gewesen sei.

92.190 Testungen auf das Coronavirus wurden bis Donnerstagvormittag durchgeführt, weit mehr als bisher bekannt. Viele kleine Labors seien noch nicht mit der Schnittstelle verbunden, die direkt Daten ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) einspeist, erläuterte Anschober bei der Pressekonferenz den enormen Anstieg zur bisherigen Gesamtzahl vom Vortag (55.863). Die tägliche Zuwachsrate bei den Infektionen mit aktuell 5,66 Prozent bezeichnete Anschober als "gutes Signal".

Im Zusammenhang mit den geplanten Schutzmaßnahmen für Corona-Risikogruppen erläuterte Anschober, dass die Identifikation durch die Krankenkassen erfolge. "Diese Daten erarbeiten wir auf Basis der Medikamentierung", sagte der Gesundheitsminister. Für die Risikogruppe gelte ein verpflichtendes Home Office oder bezahlte Dienstfreistellung. Der Kreis der Betroffenen soll bis zum Wochenende bekannt sein, die Umsetzung der Maßnahme erwartet Anschober nächste Woche.

Wer aufgrund der Corona-Krise von Kurzarbeit oder Jobverlust betroffen ist und deshalb die Miete nicht mehr bezahlen kann, muss keine Delogierung oder Vertragskündigung befürchten. Das wurde aus dem dritten Corona-Paket bekannt, das am Freitag vom Nationalrat verabschiedet werden soll. Konsumentenschützern begrüßten dies grundsätzlich, forderten jedoch Nachbesserungen. Vermieterverbände üben Kritik und sehen ihre Existenz gefährdet. SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher kündigte einen Entschließungsantrag an.

Nach Angaben der Johns Hopkins Universität lag die Zahl der weltweit nachweislich Infizierten am Donnerstagabend bei mehr als 980.000. Experten rechnen allerdings mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

ribbon Zusammenfassung
  • Mehr als 11.000 Menschen sind in Österreich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.
  • 158 Personen davon starben mit dem Virus in ihrem Körper, 1.057 lagen in Spitälern, 227 davon auf Intensivstationen.
  • Laut der Bundesbehörde AGES wird sich bald ein Prozent der heimischen Bevölkerung, rund 90.000 Menschen, angesteckt haben.
  • Verwirrung gab es indes um das Datum des ersten Falls in Ischgl.