APA/APA/Forest Fire Management Victoria/HANDOUT

Massiver Regen und Buschbrände im Osten Australiens

Heute, 10:22 · Lesedauer 2 min

Der Osten Australiens ist zeitgleich von Rekord-Regenfällen und mehreren Buschbränden heimgesucht worden. Heftige Sturzfluten rissen Autos ins Meer, zugleich kämpften die Einsatzkräfte am Freitag an anderen Orten des Bundesstaates Victoria gegen zehn große Buschfeuer. "Wir haben schwere bis extreme Hitzewellen, katastrophale Buschbrände und jetzt auch noch extreme Sturzfluten im Südwesten des Bundesstaates", sagte der Katastrophenschutzbeauftragte Tim Wiebusch.

Durch die Sturzfluten wurde unter anderem die bei Touristen beliebte Küstenstraße Great Ocean Road überspült. Rund 300 Menschen mussten laut Behördenangaben fliehen, viele von ihnen hatten auf Campingplätzen Urlaub gemacht. Ein Kind wurde verletzt und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie Autos ins Meer gerissen wurden.

"Es regnete, wir saßen alle im Zelt und spielten Karten mit unseren Freunden, als wir plötzlich Schreie hörten", sagte Camper Matthew Stanhope der Zeitung "The Age". Er und seine Freunde seien auf einen nahe gelegenen Hügel gerannt. "Es ging blitzschnell - plötzlich war das Wasser da." In einem der betroffenen Orten fielen nach Angaben des Wetteramtes 186 Liter Regen pro Quadratmeter. Dies sei ein dort nie zuvor gemessener Rekordwert.

Der Bundesstaat Victoria hatte vor einer Woche den Katastrophenzustand ausgerufen, nachdem tagelange Buschbrände nördlich von Melbourne Häuser zerstört hatten und ein Mensch ums Leben kam. Laut den Einsatzkräften wurden durch die Flammen bisher fast 300 Häuser zerstört, am Freitag wüteten noch immer zehn große Buschbrände.

Zusammenfassung
  • Im Osten Australiens kam es zu Rekord-Regenfällen mit bis zu 186 Litern pro Quadratmeter und gleichzeitig zu zehn großen Buschbränden im Bundesstaat Victoria.
  • Heftige Sturzfluten überspülten unter anderem die Great Ocean Road, rissen Autos ins Meer und zwangen rund 300 Menschen, darunter viele Camper, zur Flucht; ein Kind wurde verletzt.
  • Die Behörden meldeten bereits fast 300 zerstörte Häuser und ein Todesopfer durch die Brände, während weiterhin Katastrophenzustand herrscht.