Marco Pogo über Tod von Ärztin: "Bin echt wütend"

02. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Marco Pogo (Bierpartei), Bundespräsidentschaftskandidat und Arzt, spricht bei der Gedenkfeier der verstorbenen oberösterreichischen Ärztin darüber, was sich in der Politik ändern müsse, damit es zu keiner Wiederholung einer solchen Tragödie komme.

Marco Pogo, Bundespräsidentschaftskandidat (Bierpartei) und Arzt, besuchte Montagabend die Gedenkfeier der verstorbenen oberösterreichischen Ärztin, um seiner "Kollegin zu gedenken" und ihrer Arbeit Respekt zu zollen. 

Er ist der Meinung, dass, jeder, der sich zu der Impft-Thematik äußere mit Mails, wie sie Frau Dr. Kellermayr bekommen hat, rechnen muss. Es werde jedoch zum Problem, wenn sich die Behörde nicht darum kümmere und man dort kein Gehör finde. Die Polizei solle ihrer Pflicht nachgehen und den Täter finden, statt es der Zivilbevölkerung zu überlassen, denn das ist die "verdammte Hock'n von der Polizei. Die darf sich da nicht abputzen", wie Pogo sagt. 

Politik muss Polizei in die Pflicht nehmen

Auch die Regierung solle die Polizei in die Pflicht nehmen, weil "wenn nicht die Politik, wer soll es sonst machen?" Man hätte früher eine rote Linie ziehen müssen. Wenn ein Unrecht so klar sei, müsse man vehement eingreifen und dürfe es nicht beschwichtigen. Die Drohungen seien eine "eindeutige Aggression" gewesen und er verstehe nicht warum die Politik beim Eingreifen zögerte. Der Fall sei "wöchentlich beobachtbar" und keine Verkettung unglücklicher Umstände gewesen.

Er hoffe auf ein Umdenken und auch, dass die Behörden dadurch eine andere Wahrnehmung erhalten, statt zu sagen man könne nichts machen, da es sich um "einen Täter aus dem Darknet" handle.

Er selbst habe als Arzt bei seiner Impfaktion in der Arena Wien ebenfalls wüste Beschimpfungen erlebt, aber auch die Verharmlosung des Nationalsozialismus, durch Aussagen wie oder "Möchtegern-Mengele", habe er erlebt.

Lichtermeer zum Gedenken

Tausende Menschen versammeln sich am Montagabend bei einer Mahnwache am Wiener Stephansplatz, um ihre Anteilnahme am Tod der Ärztin Lisa-Maria Kellermayr zu zeigen. Auch in der Linzer Innenstadt haben laut Polizei knapp 300 Personen an einer Mahnwache teilgenommen, in Wels waren es 150.

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz