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Mann starb nach Polizeikontrolle in Südfrankreich

09. Apr 2020 · Lesedauer 1 min

Nach dem Tod eines 33-Jährigen bei einer Polizeikontrolle in Südfrankreich ermittelt die Justiz wegen fahrlässiger Tötung. Der Mann sei am späten Mittwochabend in der Stadt Beziers von Polizisten überprüft worden, weil er sich entgegen der geltenden Sperrstunde draußen aufhielt, hieß es am Donnerstag von der Staatsanwaltschaft. Der Mann sei dann nach der Fahrt in die Wache verstorben.

Nach dem Tod eines 33-Jährigen bei einer Polizeikontrolle in Südfrankreich ermittelt die Justiz wegen fahrlässiger Tötung. Der Mann sei am späten Mittwochabend in der Stadt Beziers von Polizisten überprüft worden, weil er sich entgegen der geltenden Sperrstunde draußen aufhielt, hieß es am Donnerstag von der Staatsanwaltschaft. Der Mann sei dann nach der Fahrt in die Wache verstorben.

Ein Notarzt versuchte demnach erfolglos, den Mann wiederzubeleben. Die Polizisten gaben an, der 33-jährige Vorbestrafte habe sich der Kontrolle widersetzt und sei "sehr aggressiv" gewesen. Deshalb hätten sie ihn in Gewahrsam genommen. Um dem 33-Jährigen Handschellen anzulegen, sei er mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden fixiert worden. Beim Eintreffen auf der Wache sei er bewusstlos gewesen.

In Frankreich ist es bereits der zweite Tote in Polizeigewahrsam in diesem Jahr. Präsident Emmanuel Macron forderte erst im Jänner Konsequenzen, nachdem ein 42-jähriger Lieferfahrer nach einer Kontrolle am Pariser Eiffelturm erstickt war. Die Polizisten drückten den Familienvater ebenfalls bäuchlings auf den Boden, er erlitt dadurch einen Kehlkopfbruch. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert bereits seit Jahren, solche "tödlichen" Methoden bei der französischen Polizei zu verbieten.

Quelle: Agenturen