APA - Austria Presse Agentur

Mann schoss in Graz auf der Straße - Drei Verletzte

08. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

In Graz hat Dienstagabend ein 31-jähriger Mann mehrere Schüsse auf einen Kontrahenten abgegeben, dabei wurden mehrere Personen verletzt. Nach Polizeiangaben dürfte ein aus nichtigem Grund ausgebrochener Streit eskaliert sein. Von den Schüssen wurden drei Personen verletzt, davon zwei völlig Unbeteiligte. Der Verdächtige hüllte sich in ersten Befragungen in Schweigen.

Der Vorfall ereignete sich im Grazer Stadtbezirk Jakomini. Der 31-jährige Grazer war gegen 18.00 Uhr mit einem 24-Jährigen im Bereich eines Supermarktes im südlichen Bereich der Neuholdaugasse in Streit geraten, als dieser vom jüngeren offenbar "angeblickt" worden war. Der Ältere zog ein Messer und bedrohte den Jüngeren, dieser und sein 20 Jahre alter Bekannter ergriffen daraufhin die Flucht.

Wenig später kehrten die beiden wieder in den Bereich des Supermarktes zurück. Da tauchte auch der 31-Jährige wieder auf, diesmal mit einem Pkw. Aus dem Fahrzeug schoss er mit einer Faustfeuerwaffe auf die beiden Bekannten. Der 20-Jährige wurde durch Projektilteile verletzt. Zwei unbeteiligte Personen, ein 22-Jähriger und eine 82 Jahre alte Frau wurden ebenfalls verletzt, die ältere Dame am Knöchel.

Verletzte im Krankenhaus

Die Verletzten wurden ins LKH gebracht und behandelt. Ärzte operierten aus der Wunde des 20-Jährigen Projektilteile. "Diese werden derzeit untersucht", sagte ein Polizist am Mittwoch zur APA. Damit wolle man auf die Art der Munition und die Waffe kommen. Die Faustfeuerwaffe wurde bisher nicht gefunden. Es könnte sich um eine umgebaute Gaspistole oder tatsächlich um eine Pistole handeln.

Der Schütze flüchtete mit dem Pkw zur Wohnung seiner Lebensgefährtin in der Nähe des Tatortes. Zeugen hatten sich das Kennzeichen gemerkt, so kam die Polizei rasch auf die Adresse. Als Polizisten anrückten, versuchte der Mann noch durch einen Hintereingang des Mehrparteienhauses zu flüchten, lief aber im Hof Beamten einer Sektorstreife in die Arme. Er leistete bei seiner Festnahme keinen Widerstand. In der Wohnung wurde ein Klappmesser gefunden. Ob es sich um die Tatwaffe handelt, müsse noch geklärt werden, hieß es.

Der 31-Jährige zeigte sich bei den Befragungen lim Polizeianhaltezentrum laut einem Sprecher bisher ausgesprochen wortkarg. "Er will seinen Anwalt sprechen", sei eine der wenigen Äußerungen. Bisher war der Mann nicht polizeilich aufgefallen, Opfer und Täter kannten sich nicht. Alle Beteiligten wohnen im weiteren Umkreis des Tatortes.

Quelle: Agenturen