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Linzer Immobilienmakler war offenbar Opfer von Home-Invasion

Heute, 07:25 · Lesedauer 2 min

Die tödliche Gewalttat an einem 49-jährigen Linzer Mitte Jänner ist höchstwahrscheinlich im Rahmen einer Home-Invasion geschehen. Zu diesem Schluss ist das Landeskriminalamt Oberösterreich mittlerweile gekommen, wie es am Freitag mitteilte. Die gefesselte und übel zugerichtete Leiche des Immobilienmaklers war am 19. Jänner in der Wohnung des Toten gefunden worden.

Die Tat dürfte am Abend des 17. Jänner verübt worden sein. Die Ermittler sprechen davon, dass das Opfer an diesem Abend Besuch von einer unbekannten Person hatte, es wurden auch zwei Pizzen bestellt. Ein Zusammenhang sei "keinesfalls auszuschließen", so die Kriminalisten, die Recherchen laufen aber noch. Der oder die Täter sollen den Mann mit massiver Gewalt zur Herausgabe von Wertgegenständen gezwungen haben. Der Makler starb an einem Schädel-Hirn-Trauma, seine Leiche wurde zwei Tage später von seinem Bruder gefunden.

Das Handy des Opfers dürften der oder die Täter mitgenommen haben. Es war zuletzt zur Tatzeit eingeloggt. Die Ermittlungen gestalten sich hier zäh - nicht zuletzt deshalb, weil der 49-Jährige, in dessen Wohnung offenbar auch eine größere Menge Drogen gefunden worden waren, vorwiegend über einen Messenger-Dienst kommunizierte, auf den die Strafverfolgungsbehörden keinen Zugriff haben. Damit gelange man auch nicht an die Verbindungsdaten bzw. Kontaktliste des Getöteten.

Dass die Ermittler hier auf Grenzen stoßen, ließ Landespolizeidirektor Andreas Pilsl einmal mehr nach mehr Möglichkeiten für die Polizei rufen: Der Fall zeige, "dass es für Anbieter von Messenger-Diensten bei schwerwiegenden Straftaten verpflichtend sein sollte, bestimmte Daten zur Verfügung zu stellen. Ohne die entsprechenden Tools für die Kriminalpolizei, wird es uns immer schwieriger gemacht, Verbrechen aufzuklären", so Pilsl.

Kriminalpsychologe mit Fallanalyse beauftragt.

Nach wie vor im Laufen sind offenbar die Auswertung von Aufnahmen aus Überwachungskameras im Umfeld des Tatorts sowie die Auswertung von Telekommunikationsdaten und elektronischen Datenträgern. Ein Kriminalpsychologe, der den Tatort am Donnerstag begutachtet hat, wurde zudem mit einer Fallanalyse beauftragt.

Zusammenfassung
  • Die tödliche Gewalttat an einem 49-jährigen Linzer Immobilienmakler Mitte Jänner wird vom Landeskriminalamt Oberösterreich als Home-Invasion eingestuft.
  • Das Opfer wurde vermutlich am 17. Jänner mit massiver Gewalt zur Herausgabe von Wertgegenständen gezwungen und starb an einem Schädel-Hirn-Trauma, seine Leiche wurde zwei Tage später gefunden.
  • Die Ermittlungen sind schwierig, weil das Handy des Opfers mitgenommen wurde und die Kommunikation fast ausschließlich über einen nicht zugänglichen Messenger-Dienst lief, während in der Wohnung auch eine größere Menge Drogen entdeckt wurde.