Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg steigt an
In den vergangenen Tagen habe es bereits in den betroffenen Regionen geschneit, bis Montagabend sind bis zu einem halben Meter Neuschnee möglich, sagte Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst zur Situation in Tirol. Zudem wird starker Wind erwartet. "Durch diesen Neuschneezuwachs und der schlechten Schneedeckenstabilität steigt die Lawinengefahr für trockene Schneebrettlawinen entsprechend an. Es sind zunehmend mittlere bis große spontane Lawinen zu erwarten, besonders aus steilen West-, Nord- und Osthängen", hielt er fest.
Im freien Skiraum sei daher Zurückhaltung angesagt, sagte auch Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP). Es gelte, sich - wenn überhaupt - auf mäßig steiles Gelände zu beschränken. Lawinen können auch spontan abgleiten.
Die Situation dürfte sich indes auch in den kommenden Tagen nicht wirklich beruhigen. "Eine Kaltfront bringt am Dienstag weitere ergiebige Schneefälle", prognostizierte Walcher. Daher sei auch weiterhin von großer Lawinengefahr auszugehen.
Zusammenfassung
- In Tirol und Vorarlberg gilt ab Montag oberhalb der Waldgrenze Lawinenwarnstufe vier von fünf, betroffen sind unter anderem Allgäuer und Lechtaler Alpen, Verwallgruppe und Silvretta.
- Bis Montagabend werden bis zu 50 Zentimeter Neuschnee und starker Wind erwartet, was die Gefahr für spontane, mittlere bis große Schneebrettlawinen vor allem an steilen West-, Nord- und Osthängen deutlich erhöht.
- Wintersport abseits gesicherter Pisten wird dringend abgeraten und auch in den kommenden Tagen bleibt die Lawinensituation wegen weiterer Schneefälle angespannt.
