Lawinenabgang in Südtirol fordert zwei Tote
Eine ebenfalls verschüttete dritte Person habe hingegen leicht verletzt geborgen werden können, hieß es. Der Mann wurde in das Krankenhaus nach Schlanders gebracht, teilte die Südtiroler Landesnotrufzentrale mit. Der genaue Hergang des Lawinenabgangs blieb indes vorerst unklar. Die beiden Lawinenopfer waren offenbar mit Verschüttetensuchgeräten ausgestattet gewesen. Einer soll 60 Zentimeter, der andere eineinhalb Meter tief im Schnee verschüttet gewesen sein.
Unterdessen ging im selben Gebiet, im Bereich der Madritschhütte auf rund 2.820 Metern Seehöhe, ein weiteres Schneebrett ab. Zunächst war unklar, ob auch dabei Personen verschüttet worden waren. Letztlich konnte aber Entwarnung gegeben werden.
Im Einsatz standen mehrere Bergrettungseinheiten, der Bergrettungsdienst der Finanzwache, die Freiwilligen Feuerwehr Sulden sowie die Notarzthubschrauber Pelikan 1, 2 und 3. In Südtirol herrschte nach den Schneefällen der vergangenen Tage verbreitet erhebliche bis große Lawinengefahr in höheren Lagen.
Zusammenfassung
- Bei einem Lawinenabgang an der 3.325 Meter hohen Hinteren Schöntaufspitze in Südtirol sind am Donnerstagnachmittag zwei Freerider aus Finnland ums Leben gekommen.
- Eine dritte Person konnte leicht verletzt geborgen und ins Krankenhaus nach Schlanders gebracht werden, während die beiden Opfer mit Suchgeräten ausgestattet 60 Zentimeter beziehungsweise 1,5 Meter tief unter dem Schnee gefunden wurden.
- Im selben Gebiet ging ein weiteres Schneebrett auf 2.820 Metern ab, es wurden aber keine weiteren Personen verschüttet; nach starken Schneefällen herrscht in Südtirol aktuell erhebliche bis große Lawinengefahr.
