APA - Austria Presse Agentur

Kuckucke kehren aus Winterquartier in Afrika zurück

14. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Pünktlich zum Kuckuckstag am 15. April ist der Kuckuck in Österreich gelandet. Wie die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich am Mittwoch meldete, belegen rund 100 Sichtungen von heimischen Vogelbeobachtern die Rückkehr des Frühlingsboten aus seinem afrikanischen Winterquartier. Die meisten Meldungen sind aus Kärnten, Niederösterreich und der Steiermark eingegangen.

In den Bezirken Villach-Land, Villach-Stadt, Klagenfurt-Stadt, Klagenfurt-Land und Völkermarkt waren demnach im noch jungen Frühjahr bisher die meisten Kuckucksrufe zu hören. Auch in der Umgebung von Graz, rund um Wien, in Tulln, Korneuburg, St. Pölten, Baden und Mödling trat der Brutparasit heuer bereits in Erscheinung. In Oberösterreich und dem Burgenland ist der Schmarotzer erst vereinzelt eingeflogen, während er die höheren Lagen in Salzburg, Tirol und Vorarlberg aufgrund von Schnee und der mangelnden Nahrungsverfügbarkeit noch weitgehend meidet. Auch weiterhin kann der erste gehörte Kuckuck auf der BirdLife-Website unter https://www.birdlife.at/page/kuckuck eintragen werden.

Der lange Weg zwischen Sommer- und Winterquartier bringt es mit sich, dass die Kuckucke nur rund ein Vierteljahr in Österreich bleiben. Im Normalfall kommen sie in der zweiten Aprilhälfte in Mitteleuropa an, Anfang August geht es auch schon wieder retour nach Zentralafrika. Bei einem so engen Zeitplan ist der Kuckuck darauf angewiesen, dass alles reibungslos verläuft.

"Der Klimawandel könnte ihm nun einen Strich durch die Rechnung machen", gab Gabor Wichmann, Geschäftsführer von BirdLife Österreich, zu bedenken. "Da viele seiner Wirtsvögel wie Hausrotschwanz und Rotkehlchen immer früher brüten, hat er es zunehmend schwer, noch Nester zu finden, die am Beginn der Brut stehen", wusste der Experte. Das bedeute eine große Gefahr für den Kuckuck, denn bei ihm hänge alles vom richtigen Timing ab, sein Ei in ein fremdes Nest zu platzieren.

Quelle: Agenturen