APA/LPD NIEDERÖSTERREICH

Königspython bei Badesee in Salzburg - Feuerwehr rückte aus

13. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Die Salzburger Berufsfeuerwehr hat am Dienstag im Bereich der Salzachseen eine etwa 1,20 Meter lange Königspython eingefangen. Die alarmierte Feuerwehr fing das Tier ein und brachte es in den Reptilienzoo im Haus der Natur.

Sprecher der Feuerwehr Salzburger bestätigte gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht des ORF  über eine sich frei bewegende Königspython. Ein Passant hatte die ungiftige Würgeschlange im Bereich des Parkplatzes entdeckt und daraufhin die Feuerwehr alarmiert.

Tier ausgesetzt 

Reptilien-Experte Rupert Eckkrammer vom Haus der Natur nimmt an, dass der Python ausgesetzt worden ist: "In der Gegend um die Salzachseen gibt es keine Wohnungen, wo die Schlange entkommen sein könnte." Daher dürfte sie jemand dorthin gebracht haben. Das Aussetzen eines Pythons sei strafbar und außerdem eine Tierquälerei, weil tropische Schlangen in unseren Breiten wegen der nierigen Nachttemperaturen sehr rasch verenden können. Für das Halten solcher Reptilien muss beim Amtstierarzt nachgewiesen werden, dass man sie artgerecht halten kann. Wenn das zu aufwendig werde, dann würden Tiere leider viel zu oft ausgesetzt.

Ungiftige Würgeschlange

Der Königspython gehört zur Familie der Pythons und ist eine ungiftige Würgeschlange. Königspythons sind dämmerungs- und nachtaktiv und kommen in Zentral- und Westafrika vor. Laut Wikipedia werden sie meist nur 80 bis 160 Zentimeter lang, können aber gelegentlich auch eine Länge von zwei Metern erreichen. Königspythons ernähren sich von kleinen Säugern und Vögeln. Sie zählen laut einschlägigen Intern-Portalen zu den beliebtesten Riesenschlangen für die Haltung und werden bereits ab 120 Euro im Internet zum Verkauf angeboten.

Bereits letztes Jahr gab es zahlreiche Berichte über entflohene oder ausgesetzte Schlangen in ganz Österreich. Dabei kam es bei einigen Fällen auch zu Bissverletzungen durch die Tiere. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz