APA/APA/LETZTE GENERATION ÖSTERREICH

Klimaaktivisten müssen Helikopter-Einsatz zahlen

30. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Vier Mitglieder der "Letzten Generation" müssen jeweils über 1.500 Euro zahlen. Die Aktivist:innen kritisieren jetzt die Wiener Polizei.

Am Tag des weltweiten Klimaprotests, dem 23. September, klebten sich die Demonstrant:innen auf die Wiener Straßen. "Logische Gründe dafür gab es nicht: der Verkehr war aufgrund der Demonstration bereits umgeleitet. Die Route der Demonstration wurde nicht behindert."  Auf einen auf der am Boden festgeklebten Demonstranten seien mehr als zehn Polizeibeamten gekommen. "Und das, obwohl die Menschen der 'Letzten Generation' sich aus Prinzip nicht wehren, nicht flüchten und auf Verlangen ihren Ausweis zeigen." Eine Stellungnahme der Wiener Polizei zu dem Fall gab es gegenüber der APA bis Mittwochmittag nicht.

Überwachung durch Polizeihubschrauber

"Die festgeklebten Personen mussten in weiterer Folge durch die WEGA-Kräfte mit einem Spezialmittel vom Asphalt gelöst werden", heißt es in der Anzeige, die der APA vorliegt. Die Verkehrsüberwachung der "Klebeaktion", so die Bezeichnung in der Anzeige, sei vom Polizeihubschrauber Libelle durchgeführt worden.

"Ging es bei dem Großeinsatz mit Helikopter letztendlich nur darum, die Kosten möglichst hoch zu treiben, um dann diese Kosten zur Einschüchterung verzweifelter Bürger:innen zu nutzen", fragten sich die Aktivisten. Die Gruppierung im Kampf gegen die Klimakrise will trotz Strafe entschlossen weitermachen.

Rund 12.000 Teilnehmende waren dem Streikaufruf der Fridays For Future (FFF) im September in Wien gefolgt und haben am elften globalen Klimastreik teilgenommen.

Aktivisten der "Letzten Generation" kleben sich regelmäßig zu Wochenbeginn auf Fahrbahnen fest und fordern unter anderem Tempo 100 auf den Autobahnen und ein Verbot neuer Öl- und Gasbohrungen. Mittlerweile verlagerten sich die Proteste auch in die Bundesländer.

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Quelle: Agenturen / frn