Kitzbühel: Après-Ski-Wirt wehrt sich nach Party-Video und schließt Lokal

18. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Ein Video, das die Gäste in einem Kitzbüheler Après-Ski Lokal beim Feiern zeigt, sorgte für viel Aufregung. Die Polizei kündigte schärfere Kontrollen an, sogar Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) zeigte sich empört. Nun spricht erstmals der Wirt - exklusiv mit PULS 24.

Das Video soll am vergangenen Samstag aufgezeichnet worden sein: Es zeigt eine volle Bar im Hochinzidenzort Kitzbühel, ein Gast tanzt sogar auf dem Tisch, niemand scheint Maske zu tragen. Die Aufregung war vorprogrammiert. Veröffentlicht wurde das Video von Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, der ebenfalls zu den Feiernden gehörte und sich entschuldigte. 

Dennoch - die Folgen des Video sind weitreichend. Zuerst sprach Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) mahnende Worte: "Ich habe absolut kein Verständnis für Gastronomen, die mit solchen unbegreiflichen Regelverstößen die gesamte Wintersaison aufs Spiel setzen" und in den Medien kursierten Berichte darüber, wie viele Corona-Hilfen der betroffene Gastronom erhalten habe. Die Polizei kündigte schärfere Kontrollen an - und sprach angesichts des anstehenden Hahnenkammrennens von Kontrollen in Dauerschleife. 

Wirt sperrt bis Pandemie-Ende nicht mehr auf

Nun reicht es aber auch dem Wirt des betroffenen Lokals - es handelt sich um Andreas Kirchsteiger, der das Pavillon in Kitzbühel laut eigenen Angaben seit 1990 betreibt. Angesichts der "Unglaublichen Vorwürfe" werde er sein Lokal  nun schließen, bis die Pandemie vorbei sei, kündigt er in einer Videobotschaft, die er PULS 24 exklusiv zukommen ließ, an.

Strengere Maßnahmen bei Après-Ski

"Menschen lassen sich nicht in jeder Sekunde ihres Lebens kontrollieren und bändigen", sagt er. Man habe es zwar versucht, aber unter diesen Umständen wolle er nicht mehr öffnen und werde seine Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Dieses "kurze Video"  habe zu "unglaublichen" Vorwürfen geführt, so Kirchsteiger. Gemeinsamer Spaß, Lachen und Feiern sei der Grund, warum die Leute zu ihm kommen würden, unter diesen Umständen sei das nicht möglich.

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Quelle: Redaktion / koa